Mit acht Kilogramm Drogen im Gepäck flog ein Salzburger (40) jüngst in Argentinien auf. IT-Experten hacken die Handys des Verdächtigen.
„Versuchter Drogenschmuggel mit Ziel des Verkaufs“ - so lautet die Anklage der argentinischen Staatsanwaltschaft. Wie die „Krone“ berichtete, wurden dem aus den Niederlanden angereisten Salzburger jüngst auf dem Flughafen Ezeiza nach der Landung Handschellen angelegt.
31.000 Ecstasy-Pillen
Fahnder entdeckten im doppelten Boden seines Koffers drei Pakete mit fast acht Kilo Methamphetamin. Synthetisches Drogenpulver, mit dem man 31.000 Ecstasy-Pillen hätte herstellen können. Geschätzter Straßenverkaufswert: rund 460.000 Euro.
Die Ermittler glauben, dass der hauptberufliche DJ und Chef eines eigenen Plattenlabels extra zur Karnevalszeit angereist war, um auf elektronischen Musikfestivals aufzulegen - und im Rahmen dessen das Suchtgift unter das Partyvolk zu bringen.
„Er könnte Komplizen warnen oder flüchten“
Zudem sind die Behörden überzeugt, dass der 40-Jährige Komplizen hatte. Über die der Salzburger bis dato den Mantel des Schweigens breitet - wohl der Hauptgrund, weshalb der Richter U-Haft über den Verdächtigen verhängt und eine wohl nicht zu stemmende Kaution von umgerechnet 220.000 Euro festgesetzt hat. „Wir befürchten, dass er auf freiem Fuß die laufenden Ermittlungen behindern, Komplizen warnen oder das Land verlassen könnte“, begründet Richter Marcelo Aguinsky.
Während der 40-Jährige also in einer Zelle auf den Prozess wartet (es drohen bis zu 16 Jahre Haft), nehmen sich extra angeforderte IT-Experten gerade seine zwei verschlüsselten Handys vor. „Wir hoffen, über die Telefondaten seine Kontaktleute zu identifizieren“, so die Justiz.
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