Teuerung, Corona, Krieg - der Jahresrückblick scheint düster. Der Ausblick auf 2023 auch? Wir haben drei Jungwiener gefragt ...
Die Pandemie ist überwunden, was für junge Menschen wohl die beste Nachricht zum Jahreswechsel ist. Aber auch das neue Jahr bleibt nicht von Krisen verschont. Die „Krone“ hat mit drei jungen Wienern über ihre Zukunftsängste gesprochen.
Teuerung und Krieg machen Angst
„Die Teuerung bereitet mir Sorge, jetzt schon spüre ich sie, und es wird noch schlimmer werden“, sagt etwa Studentin Rebecca Polith. Den 17-jährigen Paul Plaß belastet wiederum der Ukraine-Krieg und die nicht abschätzbaren Folgen.
Ich starte eher positiv in das neue Jahr, weil Corona jetzt keine Rolle mehr spielt und damit die Lebensqualität für mich höher ist als früher. Nur die Teuerung bereitet mir Sorgen, jetzt schon spüre ich sie, und es wird noch schlimmer werden.
Rebecca Polith
Ich gehe recht positiv gestimmt ins neue Jahr. Da sich Corona auch wieder beruhigt hat, hoffe ich, dass sich alles wieder normalisiert. Das das Einzige, was mich bedrückt, ist der Ukrainekrieg, da Putin unberechenbar agiert.
Paul Plass
Ich starte hoffnungsvoll ins neue Jahr. Ich will wieder mehr Reisen unternehmen und diese auch mit mehr Sicherheit planen können. Generell wäre es schön, die Krisen hinter uns lassen zu können, aber das ist wohl Wunschdenken.
Manuel Plachy
Äußere Krisen ausblenden
Ist für das kommende Jahr 2023 also nur Pessimismus angesagt? „Durch das soziale Umfeld haben die Ängste junger Menschen zugenommen. Es fällt ihnen schwerer, das Positive zu sehen“, sagt der psychosoziale Berater Harald Janisch im Gespräch mit der „Krone“.
Durch die Medien und das soziale Umfeld haben die Ängste junger Menschen zugenommen. Was es jetzt wieder braucht, ist Hoffnung.
Lebens- und Sozialberater Harald Janisch
Und weiter: „Das gelingt nur, wenn sie die äußeren Krisen ausblenden und den Blick nach innen richten“, weiß der langjährige Coach. Er rät dazu, sich persönliche Ziele zu stecken, aber auch im Hier und Jetzt zu leben. Und auch Ablenkung würde helfen. „Der Ansturm auf die Christkindlmärkte hat gezeigt, wie sehr sich die Menschen danach sehnen“, so Janisch.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.