Der japanische Technologiekonzern Sony, Hersteller von unter anderem Fernsehern, Kameras und Spielkonsolen, will ab dem kommenden Jahr damit beginnen, auf Verpackungen aus Plastik zu verzichten - allerdings zunächst nur bei kleineren Produkte. Ab dem kommenden Geschäftsjahr, das am 1. April 2023 beginnt, sollen neue Produkte, die weniger als ein Kilogramm wiegen, umweltfreundlicher verpackt werden, kündigte ein Unternehmenssprecher am Dienstag an.
„Wir werden vor allem Papier nutzen, und ein Material aus Bambus, Altpapier und Zuckerrohrfasern“, sagte der Sprecher weiter. Produkte, die weniger als ein Kilogramm wiegen, sind etwa Smartphones, Kameras oder Zubehör wie Kopfhörer und Kabel. Auch größere und schwerere Geräte will das Unternehmen möglichst nicht mehr in Plastik verpacken - hier hat sich Sony aber noch keine Frist gesetzt.
Schätzungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge wurden im Jahr 2019 weltweit 460 Millionen Tonnen Plastik produziert und 353 Millionen Tonnen Plastikabfall. Weniger als zehn Prozent werden demnach recycelt, 22 Prozent landen in der Landschaft, in wilden Müllkippen oder werden verbrannt. Die OECD warnt, dass der Plastikmüll sich ohne radikale Gegenmaßnahmen bis 2060 verdreifachen könnte.









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