Seit fünf Jahren ist Angelika Schwilk ehrenamtliche Hospizbegleiterin. Warum sie es als ihre Berufung sieht und dass am Sterbebett auch Schönes passieren kann, erzählt sie in einem Gespräch mit der „Krone“.
Sie spenden Seelen Trost und begleiten schwerkranke, sterbende Menschen bei ihrem letzten Lebensweg – Hospizbegleiter sind besonders starke Menschen mit großen Herzen: „Das geht nur in Liebe zu Menschen“, sagt Kärntens Rot-Kreuz-Vizepräsidentin Brigitte Pekastnig.
Eine Kärntner Hospizbegleiterin, die Kranken und Sterbenden in ihren schwersten Stunden beisteht, ist die 61-jährige Angelika Schwilk aus Hermagor. „Für mich ist das meine Berufung, ich denke Gott hat mich dazu geführt.“
Die Einzelhandelskauffrau hat nach dem Tod ihrer Eltern, die sie gepflegt hatte und die innerhalb von zwei Jahren verstorben waren, die Ausbildung beim Roten Kreuz gemacht: „Ich will Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten.“ Das bedeutet Kraft, Stärke und Liebe weitergeben. „Meist besuche ich die Leute zuhause. Wichtig ist, einfach für sie da zu sein – mit Worten, in der Stille oder einfach nur damit, die Hand eines Sterbenden oder eines Angehörigen zu halten.“
Es ist schön, Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Alle wünschen sich, ihre Augen daheim zu schließen.
Angelika Schwilk
Von Sterbenden als Engel bezeichnet
Aktuell betreut Schwilk einen schwerkranken 71-Jährigen: „Er war begeisterter Sänger. Oft singen wir gemeinsam. Ich musste ihm versprechen, dass ich für ihn singe, wenn er selbst nicht mehr kann.“ Sterbende bedanken sich auch mit Sätzen wie „Du bist mein großer Engel!“ bei ihr.
Belastung sei das Ehrenamt für die dreifache Mutter und vierfache Omi aber keine: „Die Menschen sind dankbar, dass ich da bin. Es ist ihr Wunsch, ihre Augen daheim zu schließen.“ Am Sterbebett passieren auch schöne Dinge: „Zwei entzweite Schwestern haben wieder zueinander gefunden.“
Infos zur Hospizbegleiter-Ausbildung gibt es unter: hospiz@k.roteskreuz.at
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