Mitten in Hitzewelle!

Steirischer Badesee wegen Parasiten gesperrt

Steiermark
23.07.2022 13:53

Ausgerechnet in der Hitzewelle ist ein steirischer Badesee wegen Parasitenbefalls behördlich geschlossen worden: Saugwürmer-Larven (Zerkarien) haben sich so rasant im Wechselland-Badesee in Pinggau vermehrt, dass dem Bürgermeister keine andere Wahl blieb. Die Larven können eine sogenannte Badedermatitis hervorrufen. Die unangenehme Folge: Juckreiz und Ausschläge. Der See musste heuer bereits zum zweiten Mal gesperrt werden.

Bei den hohen Temperaturen ist eine Abkühlung im Wasser eine Wohltat - doch gerade die Hitze hat den Wechselland-Badesee für den Menschen zum Baden unbrauchbar gemacht. Das Wetter fördert die Ausbreitung der Saugwürmer-Larven, die eigentlich Wasserschnecken und Enten als Wirte bevorzugen. Ist die Invasion zu gewaltig, werden die Parasiten fehlgeleitet und werden auch für Menschen zum Problem.

Eine Zerkarie (Larve) der Saugschnecken-Art Trichobilharzia physellae, die jetzt erstmals in Europa und auch in Österreich nachgewiesen wurde
 
 (Bild: NHM Wien/N. Helmer)
Eine Zerkarie (Larve) der Saugschnecken-Art Trichobilharzia physellae, die jetzt erstmals in Europa und auch in Österreich nachgewiesen wurde

„Es ist so, dass wir zum zweiten Mal eine Zerkarien-Invasion haben. Wir füllen den See jedes Jahr mit Trinkwasser, und Anfang Juli war es heiß, da hatten wir das Problem. Und jetzt ist die nächste Hitzewelle da und auch wieder das gleiche Problem - wir haben sofort reagiert und den See zum Baden gesperrt“, erklärte Leopold Bartsch, Bürgermeister von Pinggau, gegenüber orf.at.

Gelände und Kantine weiterhin geöffnet
Das Gelände bleibt jedoch weiter für Besucher zugänglich - auch die Kantine bleibt geöffnet. „Für die Gemeinde ist das natürlich sehr schmerzlich, wir wollen den See ja der Bevölkerung zur Verfügung stellen. Aber aufgrund der hohen Temperaturen ist das heuer jetzt schon zweimal passiert. Wir werden - leider ist das erst im Herbst möglich - jetzt weitere Maßnahmen setzen“, so der Bürgermeister. Zu den angedachten Maßnahmen zählen eine neue Schotterung und eine intensive Kalkung.

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