Was geht in einem Menschen vor, der sieben hilflose Kätzchen und deren Mutter neben Mülltonnen aussetzt? Diese Frage stellten sich die Mitarbeiter des TierQuarTiers am Donnerstag, als sie in einen Karton blickten, in den acht Katzen gepfercht worden waren. Eine Passantin alarmierte zuvor die Tierrettung der Stadt Wien: Im Bereich der Felberstraße Richtung Westbahnhof stand neben Mistkübeln eine Schachtel mit den Vierbeinern darin.
Ohne Luftlöcher, Wasser oder Futter wurden die erst wenigen Wochen alten Kitten mit ihrer Mutter neben einer stark befahrenen Straße zurückgelassen. Sofort war die Tierrettung der Stadt Wien zur Stelle und brachte die Katzenfamilie ins TierQuarTier, wo die Samtpfoten tierärztlich untersucht wurden.
Es geht den Tieren den Umständen entsprechend gut!
Thomas Benda, TierQuarTier Wien
„Unsere Tierärztinnen schätzen die Kitten auf vier Wochen, die Mutterkatze dürfte in etwa zwei Jahre jung sein. Allen Tieren geht es den Umständen entsprechend gut; vorrangig ist, dass sie sich nun von den Strapazen erholen können.“, informiert Betriebsleiter Thomas Benda.
„Tragische Schicksale kennen wir leider zur Genüge. Und trotzdem bin ich fassungslos darüber, wie jemand diese unschuldigen Katzen wie Müll entsorgt hat. Untertags hatte es in Wien über 30 Grad - kaum auszumalen, wie es den Kitten gehen würde, wären sie nicht rechtzeitig entdeckt worden“, so Benda weiter.
Vierbeiner werden auf gute Plätze vermittelt
Mittlerweile durfte die gesamte Katzenfamilie zu einer erfahrenen Pflegestelle übersiedeln, wo die sieben Kitten und deren Mama liebevoll um- und versorgt werden. „Sobald ihr Alter und gesundheitlicher Zustand es zulässt, werden die Babykatzen und ihre Mama in neue, schöne Zuhause vermittelt“, verspricht Benda.
Das TierQuarTier setzt nun auf die Hilfe der Bevölkerung: Haben Sie etwas Auffälliges gesehen oder wissen, woher die ausgesetzten Tiere stammen? Dann melden Sie sich bitte bei dem Fundservice für Haustiere der Stadt Wien unter 01/4000 80 60. Das Aussetzen von Tieren ist verboten, es drohen Strafen bis zu 7500 Euro!














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