27.06.2022 16:00 |

Prozess vertagt

Paketlieferant bestreitet Vergewaltigungs-Vorwurf

Zweimal soll ein Paketbote im Jänner 2021 eine Salzburgerin vergewaltigt haben. Der Mann bestreitet vehement die Tat. Das Gericht zweifelt und lässt noch ein Gutachten einholen. 

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Der Angeklagte ist bislang unbescholten, verheiratet und Vater eines Kleinkindes. In Afghanistan hatte er noch Pharmazie studiert, hier in Salzburg arbeitet er als selbstständiger Paketzusteller. Bei einem Botendienst Anfang Jänner 2021 soll er eine Frau vergewaltigt haben und dies zwei Wochen später beim selben Opfer wieder versucht haben. Das wirft zumindest die Frau ihm vor - andere Beweise oder Indizien gibt es nicht.

„Habe Respekt vor Gesetzen“, sagt der Angeklagte
Er selbst bestreitet vehement beim Prozess am Montag im Landesgericht Salzburg die Vorwürfe: „Das habe ich nicht gemacht. Für mich ist so etwas verwerflich. Ich habe Respekt vor Gesetzen und Menschen.“ Sein Verteidiger plädierte auf Freispruch. Das Opfer kannte er vom Pakete zustellen: 20 bis 30 Mal sei er bei ihr gewesen.

„Sie ist mir nie normal vorgekommen, sie war abwesend und hatte immer so eine Traurigkeit im Gesicht.“ Da auch unter den Experten im Verhandlungsaal Zweifel aufkamen, soll ein weiteres Gutachten eingeholt werden - vertagt.

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