Inserate gekeilt?

Chats setzen Minister Totschnig unter Druck

Politik
26.06.2022 06:00

Den Start in seine Amtszeit als Landwirtschaftsminister hätte sich Norbert Totschnig (ÖVP) wohl anders vorgestellt. Ein verunglücktes Interview mit der „Krone“, eine unrühmliche Rolle bei der Umsetzung eines umstrittenen Tierschutzgesetzes (Kritiker sprechen von Verlängerung des Tierleids), und nun das. Chats. Ausgewertet aus dem Handy von Ex-ÖBAG-Chef Thomas Schmid, Quell türkisen Übels.

Der „Krone“ liegen die Chats vor. Ausgewertet von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA): Am 12. November 2018 richtet ein Mitarbeiter des Finanzministeriums (BMF) Generalsekretär Schmid aus, dass der damalige Direktor des Bauernbundes, Norbert Totschnig, einen Rückruf zum Thema „Bauernzeitung“ wünsche. MMag. Schmid verweist diesbezüglich auf Mag. Pasquali. Noch am gleichen Tag bedankt sich Totschnig: „Vielen Dank!! Hat geklappt!!“

Nur 17 Tage später schaltet das BMF erstmals Inserate in der „Bauernzeitung“. Es fließen Steuergelder in Höhe von 62.695,28 Euro. Hat Totschnig damals Inserate gekeilt? Bemerkenswerte Antwort: Wegen ihrer früheren Tätigkeit im BMF habe eine Mitarbeiterin der Zeitung Totschnig ersucht, Kontakt ins BMF herzustellen. „Ob und in welcher Höhe Inserate in der ,Bauernzeitung‘ geschaltet wurden, war Angelegenheit zwischen ,Bauernzeitung‘ und BMF.“

Erich Vogl
Erich Vogl
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