18.05.2022 10:00 |

„Krone“-Serie

Tourismus in Großarl als Stützpfeiler

„Um leistbaren Wohnraum zu schaffen, braucht es ein sicheres Standbein“, so Ortschef Johann Rohrmoser (ÖVP). Dieses sei für den Politiker vor allem der Tourismus.

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Nach dem Rekord-Sommer 2021, in dem 20 Prozent mehr Nächtigungen verzeichnet wurden, boomt der Tourismus im Großarltal wie nie zuvor. Für die rund 3800 Großarler gehört dieser zwar dazu, doch nicht jeder freut sich darüber. Ortschef Johann Rohrmoser ist sich aver sicher, dass der Tourismus für den Ort unverzichtbar sei. Vor allem dann, wenn leistbarer Wohnraum für Familien und junge Großarler geschaffen werden soll. „Es braucht ein Standbein und das ist der Tourismus“, so Johann Rohrmoser.

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In Großarl bin ich gern zu Hause, aber ich finde, dass die Preise für Wohnungen und Grundstücke im Ort ein großes Problem sind.

Ambros Hettegger (61) ist Senior-Chef im Hotel Tauernhof

Da in den vergangenen Jahren vermehrt Jüngere den Ort aufgrund Beruf und Wohnraum verlassen mussten, möchte Rohrmoser nun die Jungen unterstützen. „Das fängt schon bei den Kleinsten an. Durch unser Familienmodell möchten wir die Jungen zum Dableiben bewegen“, so der Ortschef. Dafür brauche es laut ihm nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Unterstützung von der Gemeinde selbst. „Familien, die ihre Kinder nicht in die Krabbelgruppe geben wollen oder können, bekommen von uns 110 Euro Bonus im Monat“, so Rohrmoser. Zudem möchte der ÖVP-Bürgermeister den Ort „freundlich“ gestalten. „Wir planen eine Begegnungszone am Marktplatz samt Fußgängerkonzept.“

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Ich arbeite im Café Kreuzer direkt am Marktplatz und finde, dass sich die Gemeinde große Mühe für Veranstaltungen in unserem Ort gibt.

Milada Früh (47) arbeitet als Kellnerin in einem Café im Ort

Mega-Projekt „Kieserl“ soll Ende 2023 fertig sein
Um den wichtigen Pfeiler Tourismus zu festigen, will Großarl auch sein Skigebiet erweitern (die „Krone“ hat berichtet). Dafür soll das Skigebiet Großarl und Dorfgastein zusätzlich über das „Kieserl“ zusammengeschlossen werden.

Laut Rohrmoser wird das Mega-Projekt bis Ende 2023 fertig sein – und das, obwohl der Bau noch nicht einmal begonnen hat. Bisher zählt das Skigebiet bereits 17 moderne Liftanlagen und 73 Pistenkilometer.

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