07.04.2022 06:00 |

Teurer Nachwuchs

494 Euro pro Monat: So viel kosten uns Kinder

30.000 bis 100.000 Euro laut Studie im Schnitt bis zum Schulpflichtende: Wo Familien den Gürtel enger schnallen müssen, stehen Alleinerzieher vor der Armutsfalle.

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Kinder sind die wahren Geschenke des Lebens, doch sie kosten auch eine Menge (schöne) Zeit und Geld! Das bestätigt - wie berichtet - die Studie „Monetäre Familienleistungen 2021“ auf 67 Seiten bis in das kleinste Detail. Demnach kommt ein Kind, das bei beiden Eltern wohnt, im Schnitt auf stolze 494 Euro pro Monat.

Durchschnittlich wandern vom Staat sogenannte Transferleistungen in der Höhe von 328 Euro in die Familienkasse. Nach Adam Riese entsteht dadurch ein Differenzbetrag von 166 Euro. Werden diese 166 Euro nun hochgerechnet, ergeben sich bis zum Ende der Schulpflicht im Alter von 15 Jahren rund 30.000 Euro.

Familie zahlt für ein Kind 36.000 Euro bis zur Matura
Sollte das Kind eine höhere Schule mit Matura-Abschluss besuchen, gar knapp 36.000 Euro. Je älter die Kinder werden, desto mehr kosten sie!

Für Alleinerzieher stellt das eine extreme finanzielle Herausforderung dar (siehe Grafik unten): Bei hochgerechneten Durchschnittskosten von 900 Euro gibt es lediglich 321 Euro Unterstützung. Der Differenzbetrag beträgt sage und schreibe 579 Euro. Bis zum Ende der Schulpflicht sind mehr als 100.000 Euro fällig. Für eine Matura mit 125.000 Euro im Schnitt noch viel mehr! Die Kosten pro Sohn oder Tochter steigen dort eben exorbitant an, weil sich bei geringerer Haushaltsgröße die Fixkosten wie Wohnen oder Energie auf weniger Personen aufteilen.

Die Unterstützung durch die öffentliche Hand liegt bei Alleinerziehern aber oftmals darunter. Daher lauert dort, wo sich nur die Mama oder der Papa im Alleingang um das Kind kümmern müssen, die Armutsfalle! Ein Blick in die Vergangenheit belegt auch das, was viele Eltern in Österreich ohnehin längst wissen: Im Laufe der Zeit sind die Kosten für das Aufziehen von Kindern prinzipiell mehr geworden.

Kosten seit 60er-Jahren um 25 Prozent gestiegen
Demnach mussten die Erziehungsberechtigten in den 60er-Jahren - umgerechnet auf Euro und an die Inflation angepasst - pro Kind, unabhängig in welcher Art von Haushalt es aufwächst, im Durchschnitt 402 Euro kalkulieren. Aktuell sind es rund 483 Euro.

Matthias Lassnig
Matthias Lassnig
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