Gebremster Ausbau

Windkraft in Oberösterreich ist ein laues Lüfterl

Bescheidene 30 Windkraftwerke gibt es in Oberösterreich, die gerade mal Strom für 25.000 Haushalte erzeugen. Dass es nicht mehr sind, dafür geben die Grünen (wieder einmal) der schwarzblauen Landhauskoalition (seit 2015 am Ruder) die Schuld. Grün-Politiker Stefan Kaineder und Severin Mayr fordern auch wegen des Ukraine-Kriegs weitere Windräder, wobei es im Jahr 2030 hundert sein sollen.
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Ende 2021 gab es österreichweit 1307 Windkraftwerke, die 11 Prozent des heimischen Stromverbrauchs abdecken. In Niederösterreich stehen 735 davon, also 25-mal so viele wie in Oberösterreich. Das Burgenland hat 427, die Steiermark immerhin 104. Bis 2030 könnten laut Interessensgemeinschaft Windkraft in Oberösterreich zusätzliche 60 Windkraftwerke entstehen, würden die Rahmenbedingungen dafür stimmen.

Oberösterreich muss raus aus Gas und Öl
Etwas mehr Anlagen, nämlich mit den noch „aufzupeppenden“ bestehenden 30 insgesamt 100 Windkraftwerke sind die Vision der Grünen Kaineder und Mayr. „Oberösterreich muss raus aus Gas und Öl, die fossilen Fesseln ablegen. Der Ukraine-Krieg, seine Folgen, aber klarerweise auch der drohende Klimakollaps machen dies zwingend erforderlich. Der Weg führt nur über die erneuerbaren Energieträger“, sagen sie.

Halbes Land als Windkraft-Sperrzone
Sie fordern eine umfassende Windkraftoffensive in Oberösterreich, sehen aber im aktuellen Windkraft-Masterplan von 2017 ein Riesenhindernis dafür: „Darin wurden nur Windkraft-Ausschlusszonen definiert“, rügen die Grünen. Tatsächlich, diese Landkarte potenzieller Windkraftnutzung zeigt halb Oberösterreich als knallrote Sperrzone.

Grüne wollen einen „Windpower-Plan“
Kaineder und Mayr fordern eine Überarbeitung dieses Karte: „Aus diesem ambitionslosen und hemmenden Plan muss ein Windpower-Plan werden! Dieser muss die Grundlage schaffen, um neue Windkraftanlagen auch an neuen Standorten errichten zu können.“ Aber auch bestehende Windparks sollen wachsen.

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