Anna Veith

Mit Toleranz, Respekt und viel Verständnis

Wintersport
27.03.2022 06:00

Vom Schokohasen bis zur Nesterlsuche und am besten im Kreise der Familie - wie traditionell Anna Veith Ostern feiert, verriet sie im Talk mit der „Krone“ in ihrer Schladminger Heimat.

Knapp zwei Jahre ist es her, dass Anna Veith ihre aktive - und sehr erfolgreiche - Karriere im Skirennsport beendete. Dass der Ausnahmeathletin aber langweilig werden könnte, muss man nicht befürchten - dank des Hotels der Schwiegereltern und des integrierten Concept Store, den sie gemeinsam mit Ehemann Manuel schupft. Die meiste Aufmerksamkeit bekommt seit neun Monaten aber ohne Zweifel ihr bislang größtes „Projekt“: Sohn Henry.

In zwei Wochen wird die junge Familie zum ersten Mal Ostern gemeinsam feiern, und zwar so, wie es auch die meisten Österreicher gerne tun. Aber wie feiern wir Österreicher Ostern eigentlich gerne? Zum Beispiel, laut einer Umfrage von Milka, stehen Tradition und Inklusion im Vordergrund. Wenig überraschend ist unsere beliebteste Ostertradition die Eiersuche. Besonders wichtig ist uns aber auch, Mitmenschen, die aufgrund ihrer Lebenssituation Ostern nicht wie gewohnt feiern können, in unsere Feierlichkeiten einzubeziehen. Also gerade nach zwei Jahren Pandemie ist es uns wichtig, andere Menschen aktiv und so gut es geht zu inkludieren. Und am liebsten schenken wir - klarerweise - Schokohasen. Alles Punkte, die Anna Veith bekannt vorkommen, wie sie uns im Interview verrät.

Was waren typische Ostertraditionen in Ihrer Kindheit, und welche davon werden heute noch gepflegt?
Das Zusammenkommen der Familie stand bei uns zu Hause immer im Vordergrund. Klar gab es auch bei uns Ostertraditionen wie die Eier- und Nesterlsuche, worauf sich bestimmt jedes Kind besonders freut.

Welche Oster-Erlebnisse sind da besonders in Erinnerung geblieben?
Ostern verbinde ich auch immer mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling und dem ersten Mal wieder barfuß in der Wiese gehen. Ostern läutet die freundliche, wärmere Jahreszeit ein. Das sorgt natürlich auch bei der Familienzusammenkunft für eine ganz andere Stimmung.

Solche Zusammenkünfte bedeuten auch immer, dass viele verschiedene Menschen an einem Tisch sitzen. Wie die Umfrage zeigt, ist diese Inklusion den Österreichern sehr wichtig. Wie spiegelt sich das in Ihrem Alltag wider?
Inklusion beinhaltet für mich immer Respekt, Verständnis und Toleranz. Das bedeutet, dass unterschiedliche Meinungen Platz haben und auch respektiert werden. Mir fällt da zum Beispiel der Umgang zwischen verschiedenen Generationen ein. Ich finde es wichtig, dass man älteren Menschen gegenüber Respekt zeigt und alle Generationen im Alltag miteinbezieht. Natürlich werden da manchmal unterschiedliche Haltungen aufeinandertreffen - Inklusion heißt, dass man die dann aber auch zu verstehen versucht und respektiert.

Ihr Sohn Henry ist ja noch recht jung, aber wie vermittelt man Kindern Inklusion am besten?
Indem man ihnen Inklusion vorlebt. Nur so kann man junge Menschen zur Offenheit erziehen. Diese Werte kann man ihnen nur vermitteln, wenn man auch selbst keine Unterschiede zwischen Menschen macht und sowohl in der engsten Familie als auch darüber hinaus alle weltoffen miteinbezieht. Im Idealfall verhindert man so, dass die eigenen Kinder Vorurteile entwickeln oder sich in einem Schubladendenken verlieren.

Im Sport funktioniert Inklusion - zumindest von außen betrachtet - recht gut. Ist das tatsächlich so?
Sport, vor allem Teamsport lebt Inklusion oftmals sehr gut vor - um den entsprechenden Erfolg zu erreichen, müssen alle an einem Strang ziehen und für ein gemeinsames Ziel kämpfen, sonst funktioniert das nicht, völlig unabhängig davon, woher jemand kommt, welche Sprache du sprichst. Kann somit als gutes Vorbild für andere gesellschaftliche Bereiche dienen.

Apropos Vorbild - wann wurde denn das erste Mal der Glaube an den Osterhasen in Frage gestellt?
Irgendwann kommt wohl für jedes Kind der Zeitpunkt, wo man realisiert, dass eigentlich die Mama der Osterhase ist. So war das auch für mich. Aber wenn ich heute zurückschaue, ist die Kindheitserinnerung an den lila Osterhasen von Milka trotzdem eine schöne.

Ist es mit viel Aufwand verbunden, den eigenen Kindern ein möglichst schönes Osterfest zu bereiten?
Ich glaube, dass es bei einem schönen Osterfest in erster Linie nicht um den Aufwand geht, den man dafür betreibt. Was zählt, ist das Zusammenkommen, das Miteinanderfeiern. Und da ist es natürlich schön, dass unser Sohn jetzt sein erstes Osterfest im Kreise der Familie erleben kann.

Stichwort „Zusammenkommen“ - wie wichtig ist diese Komponente, vor allem mit der Familie, nach zwei Jahren Pandemie geworden?
Das ist jetzt eindeutig noch wichtiger geworden. In den herausfordernden Zeiten, die wir durchlaufen, ist Zwischenmenschliches zentral. Familie kann einem Stabilität und Vertrauen geben, und gerade das braucht man in schwierigen Situationen wie jetzt am meisten.

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(Bild: KMM)



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