Dänemark-Team-Rückkehr

Eriksen „schmaler, aber in guter Verfassung“

Christian Eriksen steht neun Monate nach seinem Herzstillstand bei der Fußball-EM ganz knapp vor einem Comeback für Dänemark. Ob der 109-fache Teamspieler bereits beim Freundschaftsspiel gegen die Niederlande an diesem Samstag einläuft, ist noch offen. Das hat weniger mit Eriksens Herzen als vielmehr mit einer gerade überstandenen Corona-Infektion zu tun. Laut seinem Trainer Kasper Hjulmand sei er „schmaler, aber in guter Verfassung“

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Der Nationaltrainer ist begeistert davon, wie stark und mit welcher Entschlossenheit der vierfache dänische Fußballer des Jahres auf den Platz zurückgekehrt ist. „Man kann sehen, dass er steinhart trainiert hat“, sagte der Dänen-Coach am Mittwoch. „Er ist etwas schmaler geworden und in einer wirklich guten Verfassung.“

Eriksen weiß mittlerweile, was bei der EM mit seinem Herz passiert ist, möchte das aber für sich behalten, wie er am Donnerstag erklärte. „Alle Lichter sind grün, alles ist gut“, sagte er, bevor die ersten Trainingseinheiten mit den Kollegen um Salzburgs Rasmus Kristensen anstanden. „Ich halte meinen Fokus jetzt vollständig auf die Zukunft.“ Trotz der langen Auszeit habe er das Gefühl, überhaupt nicht weg gewesen zu sein.

Eriksens nunmehriger Klub Brentford hatte vor dem Premier-League-Spiel bei Leicester City am vergangenen Sonntag mitgeteilt, dass er coronabedingt nicht zur Verfügung steht. Das hatte seine Reise zum Vorbereitungslager der Dänen in Marbella um einige Tage verzögert, doch bereits am Mittwochabend war Eriksen doch nachgereist. Begrüßt wurde er von strahlenden Gesichtern seiner Teamkollegen wie Kasper Schmeichel und freundschaftlichen Umarmungen. „Wie gut es ist, dich wiederzusehen, Christian!“, hieß es auf dem Instagram-Kanal des Nationalteams.

Eriksen war das letzte Mal am 12. Juni 2021 im Nationaltrikot aufgelaufen. In der dänischen EM-Auftaktpartie gegen Finnland in Kopenhagen war er kurz vor der Halbzeitpause urplötzlich auf dem Platz zusammengebrochen. Sein Herz stand für mehrere Minuten ebenso still wie der Atem der Fußballwelt. Sein Team schirmte ihn und die herbeigeeilten Rettungskräfte ab, während auf dem Rasen um sein Leben gekämpft wurde. Die Helfer retteten ihm das Leben. Und Dänemark stieß ohne Eriksen, aber mit reichlich Unterstützung dänischer und ausländischer Fans, bis ins EM-Halbfinale vor.

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