23.03.2022 06:00 |

Nach Raub in Graz

„In den Banken gibt es nicht mehr viel zu holen“

Nach einem Überfall auf die Raiffeisenbank in der Grazer Triesterstraße fahndet das Landeskriminalamt weiter nach dem Täter. Die Statistik zeigt aber: Bankräuber sind vor allem ein Phänomen der Vergangenheit. Die Geldinstitute sind vorbereitet, generell gehen die Raub-Verbrechen in der Steiermark seit Jahren zurück.
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Panzerknacken war gestern: Heute sind Überfälle auf Banken die große Ausnahme, wie die Kriminalstatistik zeigt. Wurden 2008 noch 14 Geldinstitute ausgeraubt, waren es 2019 „nur“ noch zwei, 2020 drei und 2021 keines. „Die Aufklärungsquote des Landeskriminalamtes ist sehr gut, was sicher dazu beigetragen hat, dass die Zahlen zurückgehen“, lobt Polizeisprecher Heimo Kohlbacher seine Kollegen.

Auch außerhalb von Banken werden Raub-Verbrechen seltener. Vor zehn Jahren waren es noch 214 Vorfälle, 2021 nur noch 103. Am häufigsten finden solche Taten auf öffentlichen Plätzen und der Straße statt. Viermal wurde 2021 eine Trafik überfallen, je zweimal eine Apotheke, ein Supermarkt und eine Tankstelle.

Raiffeisen schult ihre Mitarbeiter
Wie bereiten sich die Banken auf den Fall der Fälle vor? „In unseren Filialen wird alles gefilmt“, erklärt ein Sprecher der Raiffeisen-Landesbank. „Wir haben ein Alarmsystem und üben regelmäßig mit der Polizei, damit unsere Mitarbeiter richtig reagieren und Täter beschreiben können.“ Durch die Digitalisierung ist heute weniger Geld in den Filialen eingelagert. „Es gibt nicht viel abzugreifen.“

Von 67 Banküberfällen seit 2008 konnten 58 geklärt werden – der Täter von der Grazer Triesterstraße ist aber noch flüchtig. „Die Ermittler werten jetzt Spuren aus und gehen den Hinweisen nach“, sagt Polizei-Sprecher Kohlbacher.

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