18.03.2022 22:33 |

Leichtathletik-WM

Lagger im Fünfkampf auf Rang 8: „Bin megahappy!“

Sarah Lagger ist ihre Premiere bei einer Leichtathletik-Weltmeisterschaft in der Allgemeinen Klasse sehr gut gelungen! Die frühere U20-Weltmeisterin belegte bei der Hallen-WM in Belgrad im Fünfkampf den höchst erfreulichen achten Platz. Im abschließenden 800-m-Lauf kämpfte die Kärntnerin mit Vehemenz um jeden Rang, um jede Hundertstel und beendete ihr Rennen in 2:14,57. Damit kam sie auf insgesamt 4391 Punkte. Weltmeisterin wurde die Belgierin Noor Vidts mit 4929 Zählern.

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„Ich bin megahappy“, strahlte eine erschöpfte Lagger nach dem harten Wettkampftag. „Die Platzierung ist super, aber nicht alle Leistungen, wie vor allem das Kugelstoßen, waren ideal.“ So absolvierte sie trotzdem ihren zweitbesten Fünfkampf der Karriere, sonst hätte sie sogar ihre Bestleistung von 4668 Punkten klar übertroffen. In jedem Fall war es für sie ein großartiger Abschluss einer extrem langen Hallensaison. Jetzt blickt sie mit Optimismus Richtung Sommer. Ob sie dann sowohl die WM in Eugene als auch die EM in München anpeilt, hängt von ihrem Auftritt in Götzis ab. „Danach entscheiden wir, ob sich eine WM-Teilnahme ausgehen kann oder nicht!“

Bestzeit im Hürdensprint
Schon der Auftakt bei ihrem ersten Einsatz bei den „Großen“ war vielversprechend. Sie absolvierte die 60 m Hürden in 8,76 Sekunden, was für sie eine Hürdenbestzeit innerhalb eines Fünfkampfes war. Nur einmal war sie bei einem Einzelstart über 60 m Hürden schneller - mit 8,68 Sekunden im vergangenen Jahr in Wien. Lagger zum Hürdenlauf: „Die neben mir auf Bahn drei (Adrianna Sulek/POL) hatte gezuckt, so war der Start nicht optimal, aber auch nicht ganz schlecht. Das konnte man aber als Start lassen.“

1,80 Meter knapp gerissen
Auch der Hochsprung danach verlief gut. Bis einschließlich 1,77 m nahm die seit dem vergangenen Herbst von Victoria Schreibeis trainierte Lagger alle Höhen im ersten Versuch. Bei 1,80 m war dann Endstation, wobei sie im zweiten und dritten Versuch diese Höhe nur knapp riss. „Mit dem Hochsprung war ich ganz zufrieden - natürlich wollte ich aber gerne 1,80 m springen“, meinte die Kärntnerin, die heuer ihre Bestleistung über 1,80 m auf 1,81 m gesteigert hatte.

„Kugel war leider nix!“
Im Kugelstoßen gab es danach für Lagger eine Enttäuschung. Sie kam nicht über 13,15 m hinaus - schließlich hatte sie heuer schon 14,42 m erzielt. Es hing offensichtlich mit einer neuen Wettkampfregel zusammen, nach der man nicht mehr mit „normalen“ Turnschuhen, sondern nur noch mit speziellen Schuhen für das Kugelstoßen diese Disziplin bestreiten darf. Zumindest blieb sie mit 13,15 m weit unter Wert. „Kugel war leider nix, das war richtig scheiße. Ich habe gar keinen Stoß erwischt, das tut weh. Die Sportschuhe, die ich seit vielen Jahren beim Kugelstoßen verwendet habe, waren bei dieser WM nicht erlaubt. Daher habe ich erst kürzlich auf die neuen Schuhe umstellen können, da ist die Technik nicht so stabil.“

6,01 Meter weit
Nach dem Weitsprung sah ihre Welt wieder besser aus, da machte die Athletin von der TGW Zehnkampf-Union wieder Boden gut. Im letzten der drei Versuche gelang ihr noch eine wertvolle Steigerung von 5,89 m auf 6,01 m. Damit verbesserte sie ihre Saisonbestweite um einen Zentimeter. Mit dieser Leistung war sie „extrem happy“. So schob sie sich vor dem 800-m-Lauf vom elften auf den neunten Platz vor.

Der Endstand:
1. Vidts (BEL) 4929 (60 m Hürden: 8,15; Hochsprung: 1,83; Kugelstoßen: 14,03; Weitsprung: 6,60; 800 m: 2:08,81)
2. Sulek (POL) 4851 (8,36; 1,89; 13,40; 6,43; 2:09,56)
3. Williams (USA) 4680 (8,20; 1,80; 12,81; 6,69; 2:19,23)
4. Mills (GBR) 4673 (8,15; 1,74; 13,68; 6,28; 2:09,97)
5. Skrivanova (CZE) 4566 (8,47; 1,80; 12,90; 6,31; 2:14,73)
8. Lagger (AUT) 4391 (8,76; 1,77; 13,15; 6,01; 2:14,57)

Olaf Brockmann
Olaf Brockmann
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