Mo, 22. Oktober 2018

Gute Erinnerungen

06.05.2011 10:34

Schumacher würde gerne wieder in Spielberg fahren

Hoffentlich hat das auch Bernie Ecclestone gehört: Michael Schumacher sagte am Freitag vor den Trainings für den Grand Prix der Türkei in Istanbul, dass er sich eine Rückkehr der Formel 1 nach Österreich vorstellen kann. "Ich sehe keinen Grund, warum die Formel 1 nicht wieder nach Österreich gehen sollte", sagte der 42-jährige Deutsche, den mit der Strecke in Spielberg, die nächste Woche von Red Bull neu eröffnet wird, zahlreiche gute Erinnerungen verbinden.

Der Rekordweltmeister hatte 2002 und 2003 die beiden bisher letzten Ausgaben des Grand Prix von Österreich gewonnen - Ersteren unter kontroversen Umständen, hatte ihm doch Teamkollege Rubens Barrichello auf Ferrari-Anweisung den Sieg überlassen müssen. Schumacher hat dennoch gute Erinnerungen. "Ich bin immer gerne in Zeltweg gefahren - von den Anfängen in der Formel Ford und Formel 3 bis hinauf zur Formel 1", versicherte der Rekordchampion.

Auf dem A1-Ring hält Schumacher mit 1:08,337 Minuten den Rundenrekord. Das Layout des neuen, von Red Bull für insgesamt 140 Millionen Euro renovierten Kurses ist mit dem alten praktisch ident. "Ich mag die Strecke sehr gerne. Wenn das Layout beibehalten worden ist, ist das eine gute Sache. Es sind sicherlich gute Leute am Werk", meinte der 91-fache Grand-Prix-Sieger.

Zweites Heimrennen für Red Bull
Anfang Juni gastiert die DTM in der Obersteiermark, die Strecke verfügt aber auch über eine Homologierung für die Formel 1. Mit Red Bull würde das aktuelle Top-Team der Königsklasse ein weiteres Heimrennen neben jenem in Großbritannien erhalten. Dazu besitzt der Getränkekonzern von Milliardär Dietrich Mateschitz mit Toro Rosso auch noch einen zweiten Rennstall.

Es dürfte aber beim Traum bleiben, lässt sich für Formel-1-Boss Bernie Ecclestone doch in anderen Ländern mehr Geld verdienen. Die Türkei etwa dürfte ihr Rennen kommende Saison deshalb verlieren. "Die Formel 1 fährt auf der ganzen Welt. Ich sehe keinen Grund, nicht auch wieder nach Österreich zu gehen", betonte Schumacher. "Es liegt aber nicht an mir, diese Entscheidung zu treffen."

Rückkehr-Chancen "mehr als gering"
Das liegt weiterhin an Ecclestone, sollte die Königsklasse nicht nach einem Übernahmeangebot der News Corp von Medienmogul Rupert Murdoch und der Fiat-Mutter Exor veräußert werden. Selbst Mateschitz, der durch sein Engagement über allerhand Einfluss in der Formel 1 verfügt, hat die Chancen einer Rückkehr nach Spielberg in der Vergangenheit als "mehr als gering" bezeichnet.

Bis zu einem möglichen Comeback des 26-mal ausgetragenen Großen Preises von Österreich könnte aber auch Schumachers zweite Karriere zu Ende sein. Der Vertrag des siebenfachen Weltmeisters mit Mercedes läuft bis Ende 2012. Bis dahin will er zumindest noch ein Rennen gewonnen haben. "Ich weiß nicht, ob ich das hier schon schaffen kann", sagte Schumacher in Istanbul. "Aber man soll niemals nie sagen."

Das gilt auch für den Österreich-Grand-Prix.

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