Grätzel-Report

Favoriten: Ein Bezirk der Gegensätze

Im einwohnerreichsten Bezirk Wiens wird Vielfalt geboten. Von Grünraum am Wienerberg bis zur belebten Favoritenstraße. 

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Das multikulturelle Favoriten umfasst Dönerbuden auf der Fußgängerzone Favoritenstraße, den ultramodernen Hauptbahnhof und den Freizeitpark Böhmischer Prater mit seinen klassischen Attraktionen.

Sehenswerte Plätze im Favoritner Grätzel:

1. Böhmischer Prater: Viele könnten meinen, dass der Böhmische Prater schon bessere Zeiten hinter sich hat. Dennoch ist er immer noch ein Naherholungsgebiet für Groß und Klein. Auch das Bierlokal „Hutschn‘ Bräu“ hat erst letztes Jahr eröffnet und ist einen Besuch wert. Einziges Manko ist, dass es keine öffentliche Anbindung gibt.

2. Wienerberg Teich: Wenige Meter abseits der vielbefahrenen Triesterstraße eröffnet sich ein Grünraum, den man in einem so dicht besiedelten Bezirk nicht vermuten würde. Das Landschaftsschutzgebiet ist 123 Hektar groß, mit kleinen verwunschenen Wegen, Wiesen und Böschungen. Im Zentrum des Gebietes befindet sich ein künstlich angelegter Teich mit interessanter Geschichte. Es handelt sich um ein ehemaliges Ziegeleigelände, auf dem seit der Römerzeit Ziegel produziert wurden. Unter Maria Theresia entstand dort die erste staatliche Ziegelei.

3. Moderner Hauptbahnhof: Nach der Fertigstellung 2015 wurde der Wiener Hauptbahnhof zu einem der wichtigsten Knotenpunkte des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs. Südlich vom Bahnhof entstand ein neues Stadtviertel - das Sonnwendviertel. Insgesamt sind hier 5500 Wohnungen für etwa 13.000 Menschen entstanden, ein Bildungscampus sowie ein Park.

4. Ankerbrotfabrik: Bis zur Jahrtausendwende wurde hier noch Brot gebacken. Jetzt steht die zeitgenössische Kunst im Mittelpunkt der Brotfabrik in Wien-Favoriten. Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut, haben sich seit 2009 Ateliers, Galerien und Schauräume um die beiden gewaltigen Innenhöfe des Industriebaus angesiedelt. Für Kunstinteressierte lohnt es sich, den Weg in die Absberggasse auf sich zu nehmen.

5. Generali-Arena: Es wird seit 1973 vom Bundesligisten FK Austria Wien als Heimstadion genutzt und besitzt ein Fassungsvermögen von 15.000 bis 17.500 Zusehern. Nach der Neugestaltung des Stadions der Wiener Austria von 2016 bis 2018 bietet die Arena auch eine Eventlocation für 800 Personen.

Doch auch im 10. Bezirk gibt es Ecken, die nicht unbedingt vorzeigbar sind. Eine Umgestaltung könnte einige Plätze attraktiver machen:

1. Fehlende Polizeistation im Oberlaa: Vor einigen Jahren wurde der Stützpunkt der Diensthundestaffel in Oberlaa geschlossen. Seither ist der Ortskern ohne Polizeistation - obwohl danach eine U-Bahn-Station und Hunderte Wohnungen dazugekommen sind. Auf über 200.000 Einwohner kommen nur wenige Polizisten. Die Rufe nach einer Polizeistation am Standort „An der Kuhdrift“ wurden besonders nach den Schlepper-Aufgriffen in Oberlaa lauter. 

2. Verteilerkreis: Keinen schönen Anblick bietet auch der Verteilerkreis. Bis auf die Park-and-ride-Anlage hat sich noch nicht viel getan. Schon 2014 wurde der „neuer Stadtteil“ vorgestellt. Bis heute ist aber nichts passiert, und die Pläne wurden seither mehrmals verworfen. 

3. Fuzo: Hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Von der einstigen Pracht- und Einkaufsstraße mit Aushängeschildern wie dem Tlapa ist nichts mehr übrig. Am Keplerplatz gibt es zudem immer wieder Probleme mit Alkoholmissbrauch.

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