28.12.2021 06:01 |

YouTube & Videospiele

Hobbys der Jugend verlagern sich in digitale Welt

Digitale Hobbys bestimmen immer mehr die Freizeit österreichischer Kinder und Jugendlicher. Das macht jetzt eine repräsentative Studie der Online-Nachhilfeplattform GoStudent deutlich. So belegt zwar Freunde treffen immer noch den ersten Platz der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der sogenannten Gen Z (die Zehn- bis 18-Jährigen), an zweiter und dritter Stelle liegen aber knapp dahinter bereits YouTube-Videos schauen und Videospiele spielen. Ernüchternd: Kinder und Jugendliche hierzulande sind zudem im europäischen Vergleich am unsportlichsten.

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Die repräsentative Studie der Online-Nachhilfeplattform GoStudent untersuchte die Lieblingsfreizeitbeschäftigungen der Gen Z, also der Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren in den sieben europäischen Ländern Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Niederlande, Vereinigtes Königreich und Italien.

Die Ergebnisse machen den digitalen Wandel in unserer Gesellschaft deutlich. Zwar unternehmen sechs von zehn Kindern in Österreich (59 %) immer noch am liebsten etwas mit Ihren Freunden. Knapp dahinter folgen bereits die digitalen Lieblingshobbys YouTube-Videos schauen (52 %) und Videospiele spielen (49 %). Zum Vergleich: Europaweit belegen Unternehmungen mit Freunden (56 %), Videospiele spielen (52 %) und Netflix/TV schauen (51 %) die ersten drei Plätze. Die unbeliebtesten Freizeit-Aktivitäten in Österreich sind Freiluftaktivitäten (27 %), Lesen (25 %) und Fahrrad fahren (17 %).

Buben digitaler als Mädchen
Die Ergebnisse machen aber auch Unterschiede bei Mädchen und Buben deutlich. Letztere spielen in Österreich am liebsten Videospiele (68 %). Dieser Trend zeigt sich auch im europäischen Vergleich, wo dieser Wert sogar bei 72 Prozent liegt. Weitere Lieblingshobbys von Buben in Österreich: YouTube-Videos schauen (52 %) und gemeinsame Aktivitäten mit Freunden (53 %). Bei den Mädchen hingegen ist mit 86 % etwas mit Freunden zu unternehmen weiterhin deutliches Lieblingshobby, gefolgt von Netflix oder Fernsehen (59 %) und YouTube-Videos schauen (34 %).

Vor allem Teenager in der virtuellen Welt unterwegs
Nicht nur bei den Geschlechtern, sondern auch bei den Altersgruppen liefert die repräsentative Studie spannende Einblicke: Je älter die Kinder, desto weniger gerne sind sie draußen aktiv. Im Vergleich zu den 10- bis 12-Jährigen (38 %) wollen weniger als halb so viele 16- bis 18-Jährige (16 %) in ihrer Freizeit an der frischen Luft sein. Beim Fahrradfahren sind es gar nur noch 6 % der älteren Teenager, während sich immerhin noch 21 % der 10- bis 12-Jährigen auf den Drahtesel schwingen. Die Alternativen? Bereits 41 % der 16- bis 18-Jährigen bevorzugen es, ihre Freizeit in den sozialen Medien zu verbringen - im Vergleich zu 27 % der 10- bis 12-Jährigen ein deutlicher Anstieg mit fortschreitendem Alter. Filme/Serien schauen zählt bei 46 % der Jüngeren und bei 55 % der Älteren zu den Lieblingshobbys.

Soziale Kontakte wichtiger, jedoch am unsportlichsten
Auch wenn die Vorliebe für digitale Hobbys in Österreich im europäischen Vergleich noch etwas geringer ausfällt und Freunde treffen für Kinder und Jugendliche hierzulande etwas wichtiger, als in den anderen europäischen Ländern ist: die Gen Z in Österreich ist dafür am unsportlichsten - nur 31 % der Kinder gab an Sport zu betreiben sei ihr Lieblingshobby. Sie sind damit das europäische Schlusslicht.

Felix Ohswald, Co-Founder und CEO der in Wien gegründeten digitalen Nachhilfeplattform, zeigt sich angesichts dieser Ergebnisse wenig überrascht. „Im Vergleich zu Generationen wie den Baby Boomern oder auch Generation X & Y, ist die Gen Z mit digitalen Medien aufgewachsen und vollständig heimisch in der digitalen Welt. Sie nutzen die Vorteile der digitalen Welt rund um die Uhr und haben früh gelernt, die digitale Informationsflut effizient zu verarbeiten und für sich zu nutzen“, will Ohswald auch das Positive nicht zur Seite wischen. Wir alle leben schließlich in einer zunehmend digitalisierten Welt.

Die Daten zu den Lieblingshobbys der Kinder und Jugendlichen sind Teil des ersten internationalen Bildungsreports von GoStudent. Die in den eingangs genannten sieben europäischen Ländern durchgeführte repräsentative Studie hatte bereits im Ende November teils ernüchternde Erkenntnisse rund ums Lernen in Pandemiezeiten geliefert: 8 von 10 Kindern litten bzw. leiden demnach unter den von der Corona-Pandemie verursachten Herausforderungen.

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