02.12.2021 13:30 |

Blindverkostung

13 Mozartkugeln im großen „Krone“-Test

Die Mozartkugel: sie war und ist eines der großen, süßen Salzburger Aushängeschilder. Und ein Begriff für Touristen aus aller Welt. Spätestens seit dem Bekanntwerden der Insolvenz von „Salzburg Schokolade“ in Grödig Anfang der Woche ist sie auch wieder in aller Munde.

Die „Krone“-Redakteure Elisa Torner, Max Kronberger und Valentin Snobe nahmen die prekäre Lage des größten Mozartkugel-Herstellers – im Schnitt verkauft das für den US-Süßwarenriesen Mondelez produzierende Werk 90 Millionen Kugeln pro Jahr – zum Anlass für eine umfassende Bewertung.

13 verschiedene Schokolade-Kugeln, davon sechs aus Salzburg, sechs aus Wien und Niederösterreich sowie ein Produkt aus dem benachbarten Bayern, wurden im Blindtest verkostet. Heißt: Der Produktname wurde von einer weiteren Person erst neutralisiert und war für die Verkoster somit nicht erkennbar.

Das Ergebnis ist aus Salzburger Sicht hoch erfreulich: Platz eins ergatterte die bekannte Konditorei Schatz im Schatz-Durchhaus in der Getreidegasse.
Das Fazit der Redaktion:
Knackiger Biss, feiner Marzipan und unaufdringlicher Nougat. Fein gegliedert und ganzheitlich überzeugender Geschmack.
Die „echte Schatz Mozartkugel“ -1,40€/Stk.

Platz zwei ging an die „Original Salzburger Mozartkugel“ der Konditorei Fürst:
Die „Eine und Einzige“ landete knapp geschlagen auf dem zweiten Platz. Reichlich Nougat, kleiner Marzipankern, angenehmer Gesamtgeschmack.
„Original Salzburger Mozartkugel“ - 1,50€/Stk.

Den dritten Platz holte sich die Mozartkugel der Salzburger Altstadt Confiserie:
Ausgeglichen im Geschmack und in der Bewertung - ein Geheimtipp! Leichte Rum-Note, Nougat und Schokolade sind äußerst cremig.
„Altstadt Confiserie - Salzburger Mozartkugel“ - 1,20€/Stk.

Salzburger Konditor-Kugeln schlagen Diskonterware
Der Sieger, der wie das Gros der Salzburger Produzenten auf Premium-Qualität und händische Produktion setzt, überzeugte mit feinstem Geschmack. Zufall oder nicht: Auf den Top-Rängen folgten mit Fürst und Co. Exemplare, die allesamt in silbernes Stanniol-Papier mit blauer Beschriftung eingehüllt sind. Die Diskonter rund um Mirabell (bester Billiganbieter auf Rang sechs) stecken indes im Goldmantel.

Bitterer Beigeschmack: Die Kugeln der Bäckerei und Konditorei Leimüller wurden aus der Wertung genommen: Mit zwei Euro pro Stück sind sie zwar die teuerste süße Versuchung, alle Kugeln aus dem Sechser-Sackerl deuteten jedoch auf eine Überschreitung des Ablaufdatums hin. Im Gegensatz zu den maschinellen Produkten seien die Leimüller-Kugeln alle handgemacht und Frischware, so ein kurzes Statement am Tag nach der Kugel-Kostrprobe. Zum Zeitpunkt des Tests war in der Bäckerei und Konditorei Leimüller telefonisch niemand zu erreichen. 

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