Matthäus perplex

„Verstehe nach dieser Wahl die Welt nicht mehr“

Lionel Messi wurde von Journalisten bereits zum siebenten Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt. Robert Lewandowski erhielt mit der neu eingeführten „Bester Torjäger“-Wertung lediglich den Trostpreis.

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Ungläubig, verlegen, fast schon ein wenig peinlich berührt blickte Lionel Messi, von vielen als bester Fußballer aller Zeiten verehrt, von der Bühne des Théâtre du Châtelet in Paris herab. Er wusste: Ein Großteil der Fußballwelt hätte ihn 2021 wohl nicht zum Weltfußballer gewählt.

Dabei hatte der Argentinier mit dem Gewinn der Copa America den längst überfälligen großen Titel mit dem Nationalteam eingefahren. Und im vergangenen Jahr mehr als doppelt so viele Treffer vorbereitet, mehr Chancen kreiert und mehr spielentscheidende Treffer wie beispielsweise Robert Lewandowski in seiner Jahresbilanz stehen hat.

Dennoch war der Pole als großer Favorit in die Wahl gegangen, schließlich aber nur mit dem neu eingeführten Award „Bester Torschütze“ abgespeist worden.

Ärger bei Bayern
Zum Unverständnis einiger deutscher Fußballgranden wie Lothar Matthäus: „Ehrlich gesagt, verstehe ich nach dieser Wahl die Welt nicht mehr. Bei allem Respekt für Messi und die anderen nominierten Spieler. Keiner hätte es so verdient wie Lewandowski.“ Diplomatischer verhielt sich der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn, der Lewandowski längst „im Olymp der Größten des Weltfußballs“ angekommen sieht.

Und auch Messi, der auf die wegen Corona abgesagte Wahl im Vorjahr anspielte, würdigte auf der Bühne seinen Kontrahenten: „Jeder weiß, dass du letztes Jahr der Gewinner warst. Ich finde, France Football sollte dir den Preis für 2020 noch geben. Du hast ihn verdient und solltest ihn auch zu Hause haben.“ Große Worte des Siegers. Eines würdigen Siegers. Bei einer Wahl, die wohl zwei Gewinner vertragen hätte

Kronen Zeitung

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