26.10.2021 06:01 |

Kammer sucht Burschen

Zivildiener werden am Bauernhof benötigt

Fällt der Bauer oder die Bäuerin wegen schwerer Krankheit, Unfall oder gar Tod aus, ist die Not am Hof groß! In solchen Situationen brauchen Landwirte zusätzliche, externe Hilfe. Wichtige Unterstützung gibt es dann durch Zivildiener, die von der Landwirtschaftskammer vermittelt werden.

Karl Bachler ist Landwirt in Straßburg und wegen seiner Erkrankungen auf externe Hilfe angewiesen. Seit dem Sommer greift ihm deshalb Zivildiener Marcel (22) bei der täglichen Arbeit im Stall und am Feld tatkräftig unter die Arme! „Ohne seine Unterstützung wäre ich derzeit aufgeschmissen. Ich bin dankbar, dass es eine solche Möglichkeit gibt“, sagt der 60-jährige Milchbauer.

Mithelfen am Hof als Alternative zum ursprünglichen Zivildienst
Durch den Zivildienst in der Landwirtschaft profitieren sozusagen beide Seiten. „Für die Zivildiener ist das Mithelfen am Hof eine Alternative zum Präsenzdienst. Die meisten sind selbst vom Bauernhof und wissen, wie wichtig rasche Hilfe in Notfällen ist!“, weiß Wilfried Mödritscher, Zivildienst-Einsatzleiter der Kärntner Landwirtschaftskammer (LK). Auch Marcel zeigt sich über das Angebot erfreut: „Ich bin Jungbauer und froh, dass ich im Zuge meines Zivildienstes Erfahrungen auf anderen Höfen sammeln und gleichzeitig Menschen in Notsituationen helfen kann.“

Zivildiener für Land- und Forstwirtschaft gesucht
Leider gibt es jedoch zu wenig Zivildiener, die sich für die Land- und Forstwirtschaft einsetzen wollen. Mödritscher: „Die Nachfrage ist größer als das Angebot. Es braucht Fachkundige, die anpacken können und die Hofarbeit gewohnt sind.“

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Wir suchen motivierte Burschen, die ihren Zivildienst auf einem Bauernhof verbringen wollen und damit einen wichtigen Beitrag für die gesamte Kärntner Landwirtschaft leisten.

LK-Präsident Siegfried Huber

Zivildiener kostet am Tag 25 Euro
Unter dem Motto „Traktor statt Panzer“ bietet die LK zweimal jährlich Einrückungstermine an (1. März und 1. September). Bevor es auf die Höfe geht, absolvieren die Burschen auf landwirtschaftlichen Schulen noch eine Art Grundausbildung. „Für die Verpflegung und Unterkunft ist der Betrieb zuständig. Ein Zivildiener kostet am Tag 25 Euro.“ Zu den Mindestanforderung zählen Traktorführerschein und ein landwirtschaftlicher Bezug.

Weitere Infos erhalten Interessierte bei Mödritscher unter: 0463/5850 3510.

Elisa Aschbacher
Elisa Aschbacher
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