Ein Wunschkennzeichen mit Nazi-Code, NS-Verherrlichung im Familienchat und eine Geburtstagsfeier für Adolf Hitler brachten am Donnerstag eine Familie aus dem Flachgau vor Gericht. Vorgeworfen wurde ihr nationalsozialistische Wiederbetätigung und Verhetzung - für alle vier Angeklagten setzte es Bewährungsstrafen.
Ein Wunschkennzeichen mit Nazi-Code, Verherrlichung des Terrorregimes im Familienchat sowie eine Geburtstagsfeier für Adolf Hitler mit Hakenkreuz-Deko, „Führerwein“ und einer „Heil Hitler“-Torte. All das brachte eine Flachgauer Familie am Donnerstag vor das Salzburger Landesgericht. Die beiden Söhne und deren Onkel zeigten sich reuig und voll geständig. Der Tenor: „Wir sind keine Nazis, das war ein blöder Spaß.“
Wegen Verhetzung verantworten
Einzig die Mutter bestritt den Vorwurf der Wiederbetätigung. Ihr wurde vom Staatsanwalt vorgehalten, mit drei Daumen-Emojis auf Nachrichten, wie „Heute Staatsfeiertag, Sieg Heil“ geantwortet zu haben. Einer der Angeklagten, ein ehemaliger FPÖ-Lokalpolitiker, musste sich zudem wegen Verhetzung verantworten. Für die Angeklagten setzte es rechtskräftig 12, 14, 18 sowie 21 Monate bedingte Haft.
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