07.10.2021 12:29 |

KI sorgt für Highlight

Google & Belvedere mit digitaler Klimt-Ausstellung

Der US-Internetkonzern Google und die Galerie Belvedere haben mit mehr als 30 nationalen und internationalen Partnern eine große digitale Gustav-Klimt-Ausstellung ins Leben gerufen. 700 Exponate können Kunstliebhaber bestaunen, darunter mit KI-Systemen restaurierte Werke, die 1945 bei einem Brand beschädigt wurden und nur als Schwarzweißfotos vorlagen.

Gut ein Fünftel der Klimt-Kunstwerke gingen im Laufe der Geschichte verloren, gaben Google und seine Partner bei der Enthüllung der Online-Ausstellung bekannt - darunter die sogenannten Fakultätsbilder, die Klimt einst im Auftrag der Universität Wien malte. Diese wurden kurz vor Kriegsende 1945 bei einem Brand beschädigt, von diesen Werken lagen lediglich Schwarzweißfotos aus den 1900er-Jahren vor.

Gemeinsam mit dem Klimt-Forscher Franz Smola, Kurator des Belvedere, machte sich Google mit KI-Unterstützung daran, die beschädigten Werke digital zu restaurieren und sie wieder in Farbe erstrahlen zu lassen. Damit kann man sich die Werke erstmals seit 70 Jahren wieder so ansehen, wie Klimt sie damals wirklich geschaffen haben dürfte.

Meisterwerke extrem hochauflösend eingefangen
Die Klimt-Retrospektive bei Google stellt 120 der berühmtesten Meisterwerke des Jahrhundertkünstlers sowie viele weniger bekannte Werke zur Schau. Einen Teil der Gemälde hat man dabei mit Googles Art Camera in besonders hoher Auflösung aufgenommen: Klimts „Der Kuss“ kann dadurch so detailliert wie nie zuvor betrachtet werden.

Die interaktive Klimt-Ausstellung, der man den Titel „Klimt vs. Klimt: Der Mann der Widersprüche“ gegeben hat, ist eines der größten Projekte, das Google Arts & Culture bislang einem einzelnen Künstler gewidmet hat. Vor dem 1862 in Baumgarten bei Wien geborenen Gustav Klimt wurde diese Ehre beispielsweise Bruegel, Kandinsky, Vermeer oder Frida Kahlo zuteil.

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