06.10.2021 14:16 |

Ins Publikum gestürzt

Panik bei Flugshow: Es regnete Drohnen vom Himmel

Für die 5000 Besucher einer Flugshow im Zentrum der chinesischen Zehn-Millionen-Stadt Zhengzhou sollte es ein unvergesslicher Abend werden: 200 Drohnen sollten ein spektakuläres Lichtermeer in den Nachthimmel zaubern, im Formationsflug hübsche Motive über das Publikum schweben lassen. Doch dann der Schock: Eine nach der anderen stürzte ab.

Aus Staunen wurde Panik, als die 200 Drohnen über Zhengzhou plötzlich vom Himmel zu fallen begannen. Videos in sozialen Netzwerken zeigen, wie die Fluggeräte regelrecht auf das Publikum herunterregnen. Ängstliche Besucher rufen einander zu, auszuweichen und Deckung zu suchen.

Manche Drohnen legten noch eine Notlandung hin, schwebten also zumindest gebremst und einigermaßen kontrolliert zu Boden - das normale Prozedere, wenn eine Drohne den Funkkontakt zur Steuerung verliert. Andere fielen hingegen ungebremst zu Boden - ein beträchtliches Verletzungsrisiko für die 5000 Zuschauer, unter ihnen viele technikbegeisterte Kinder.

„Menschliches Versagen“, keine Verletzten
Wie durch ein Wunder wurde bei dem „Drohnenregen“ niemand verletzt. Ursache für die Panne war „menschliches Versagen“, berichtet die „South China Morning Post“ in Hongkong. Der Schock beim Publikum sitzt tief, der Vorfall rückt die immer beliebter werdenden nächtlichen Formationsflüge Hunderter leuchtender Drohnen für viele in ein anderes Licht.

Drohnen-Flugshows werden immer beliebter
Solche Shows, wie sie vor einigen Jahren der Chipriese Intel und das Ars Electronica Future Lab etwa auch am Himmel über Linz organisiert haben, sind in China in den vergangenen Jahren zu einem boomenden Wirtschaftszweig geworden. Mehrere spezialisierte Firmen rivalisieren um Aufträge bei Flugshows und Volksfesten - und der Konkurrenzkampf ist hart.

Drohnenfirma sabotierte Rivalen mit Störsender
So berichtet das Technologieportal „WinFuture“ von einem Vorfall im Mai, bei dem eine Flugshow ebenfalls von technischen Problemen überschattet wurde. Die Ermittlungen der Polizei ergaben: Ein unterlegener Anbieter hatte die Drohnen des Rivalen, der den Zuschlag bekam, während der Show kurzerhand mit Störsendern sabotiert.

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