27.09.2021 14:34 |

Um 600 Mio. Euro

Bundeswehr bestellt 40 Jahre alte Funkgeräte nach

Weil sich die Beschaffung neuer Funkgeräte immer weiter verzögert, hat die deutsche Bundeswehr beim Rüstungskonzern Thales die Neuauflage eines 40 Jahre alten Modells in Auftrag gegeben. Insgesamt 30.000 Retro-Funkgeräte um je 20.000 Euro will man erstehen.

Die Bestellung summiert sich damit auf rund 600 Millionen Euro, berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Dabei sollte das von den deutschen Landstreitkräften verwendete Funkgerät SEM 80/90 eigentlich von einem modernen digitalen Modell abgelöst werden.

Weil sich dessen Anschaffung immer weiter verzögert, werden nun aber erst einmal Nachbauten der bereits etablierten Technik in Auftrag gegeben. Das SEM 80/90 stammt aus dem Jahr 1982 und erlaubt eine Datenübertragungsrate von 16 Kilobit pro Sekunde. Das Funkgerät arbeitet im Frequenzbereich 30,000 bis 79,975 Megahertz.

Wichtigste Vorgabe: Kompatibilität
Ursprünglich wurde das Funkgerät von der Firma Standard Elektrik Lorenz in Stuttgart entwickelt. Sie wurde vom französischen Rüstungskonzern Thales übernommen, dessen deutsche Niederlassung nun mit dem Nachbau der „Retro“-Funkgeräte beauftragt wurde. Wichtigste Vorgabe: Kompatibilität mit der vorhandenen Technik.

Die neuen Retro-Funkgeräte könnten bis zum Jahr 2035 eingesetzt werden, heißt es in dem Bericht. Den 600-Millionen-Auftrag hat das deutsche Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr erteilt.

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