Einem anonymen Hinweis ist es zu verdanken, dass die Polizei in Krems (NIederösterreich) zwei rumänischen Fahrraddieben das Handwerk legen konnte. Die Festnahme verlief äußerst kurios: Während ein Verdächtiger im Stiegenhaus des Mehrparteienhauses gefasst wurde, wollte der andere - ein Baumkletterer - durch den Kamin entkommen.
„Am Dachboden eines Mehrparteienhauses in der Landstraße sind gestohlene Fahrräder, sie werden für den Abtransport vorbereitet. Die Täter sind Rumänen.“ Diese genaue Beschreibung ließ bei der Kremser Polizei alle Alarmglocken schrillen.
Verdächtige festgenommen
Beamte observierten daher das erwähnte Haus. Und tatsächlich: Sie ertappten zwei Männer, die zerlegte Fahrräder verladen wollten. Für einen 25-Jährigen klickten noch im Stiegenhaus die Handschellen. Sein 37-jähriger Komplize war jedoch nicht so leicht zu erwischen. Der gelernte Baumkletterer wollte seine akrobatischen Fähigkeiten nutzen, stieg durch eine Putztür und kletterte den Kamin hinauf. Schließlich kam er aber der Aufforderung der Polizisten nach und stieg wieder zurück - Festnahme.
Zwölf Räder gestohlen
Insgesamt konnten zwölf Fahrräder, deren Gesamtwert im fünfstelligen Bereich liegt, sichergestellt werden. Es ist aber anzunehmen, dass noch weitere Fahrraddiebstähle auf das Konto der Verdächtigen gehen.
Tage vor der Festnahme wurden weitere Fälle gemeldet, teilweise wurden bei den Coups sogar höhere Mauern überwunden. Während sich der 25-Jährige geständig zeigt, streitet der ältere Rumäne alles ab. Ungeklärt ist auch noch die Rolle eines dritten Landsmannes. Dieser ist Mieter der Wohnung in der Landstraße. Er war beim Polizeieinsatz nicht vor Ort.
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