Eishockey-Play-off

Auftaktsiege für KAC, Salzburg, Capitals und VSV

Sport
27.02.2011 21:01
Mit Siegen sind die vier besten Teams des Grunddurchgangs der heimischen Eishockey-Liga am Sonntag in die "Best-of-seven"-Viertelfinalserie gestartet. Der KAC gewann gegen Zagreb mit 3:2, die Vienna Capitals schickten die Graz 99ers trotz 0:2-Rückstands mit einer Niederlage nach Hause, der VSV hatte gegen Linz keine Probleme, und Salzburg stellte den Heimsieg gegen Ljubljana erst in der Verlängerung sicher.

KAC - Zagreb 3:2 (1:2, 2:0, 0:0)
Der KAC ist mit viel Mühe, aber erfolgreich ins Play-off gestartet. Die Klagenfurter besiegten im ersten Viertelfinal-Spiel zu Hause Medvescak Zagreb mit 3:2 und fahren mit einer 1:0-Führung zum zweiten Spiel am Dienstag nach Kroatien. Am vergangenen Dienstag hatte der KAC gegen Zagreb eine 1:4-Heimniederlage kassiert, auch diesmal benötigte der Rekordmeister eine längere Anlaufzeit. Jeff Shantz brachte den überlegenen Sieger des Grunddurchgangs zwar mit 1:0 in Führung (6./PP), doch schon 26 Sekunden später gelang Filewich der Ausgleich.

Der KAC versuchte, mit technischem Spiel zum Erfolg zu kommen, biss aber gegen die körperbetont spielenden Zagreber auf Granit. Die Folge war das 2:1 für die Gäste durch Sertich (15.). Nach einer halben Stunde stellte sich der KAC auf das Play-off-Hockey ein und drehte gegen Ende des Mitteldrittels durch Mike Siklenka (35.) und Stefan Geyer (37.) das Spiel.

Red Bull Salzburg - Ljubljana 5:4 n.V. (1:1, 1:2, 2:1 - 1:0)
Meister Red Bull Salzburg ist mit einem hart erkämpften Sieg ins Play-off gestartet. Die "Bullen" entschieden die erste Begegnung gegen Olimpija Ljubljana erst in der Verlängerung mit 5:4 für sich. Für den entscheidenden Treffer sorgte Brent Aubin nach 1:42 Minuten in der "Nachspielzeit".

Die Salzburger starteten vor 3.300 Zuschauern stark in die Partie, hatten im ersten Drittel Chance um Chance, ließen allerdings die nötige Effizienz vermissen bzw. scheiterten mehrmals am starken Ljubljana-Goalie Jan Chabera. Shaun Heshka (13.) gelang aber immerhin der Ausgleich, nur 33 Sekunden nachdem Tomi Mustonen (13.) die Gäste völlig entgegen dem Spielverlauf in Führung gebracht hatte.

Im zweiten Abschnitt schienen die Salzburger verunsichert, agierten ohne Nachdruck und machten leichtfertige Fehler in der Verteidigung. Die Konsequenz daraus waren Gegentore von Mustonen (24.) und Petr Sachl (35.). Thomas Raffl hatte zwischenzeitlich auf 2:2 ausgeglichen (34.). Das Schlussdrittel war dann an Spannung nicht zu überbieten.

Nach dem Ausgleich und dem zweiten Treffer von Raffl (47./PP) brachte Ryan Duncan (50.) den deutlich gefährlicheren Titelverteidiger erstmals in Front, Matt Higgins (51.) rettete die Slowenen mit seinem Tor nur 26 Sekunden danach aber in die Verlängerung. Dort machte Aubin den Sack zugunsten der Salzburger zu, die damit auch das vierte Heimduell mit den Slowenen in der laufenden Saison für sich entschieden.

Vienna Capitals - Graz 99ers 4:2 (0:1, 2:1, 2:0)
Die Vienna Capitals haben sich zu einem Auftaktsieg im Viertelfinale gekämpft. Die Wiener lagen im Heimspiel gegen die Graz 99ers bis zur 33. Minute mit 0:2 zurück, gewannen aber noch mit 4:2. Mit zwei Powerplay-Treffern Ende des Mitteldrittels sorgten die Capitals für den Umschwung.

Die Grazer hatten den besseren Start für sich, Warren Norris brachte die 99ers in der 5. Minute in Führung. Die Capitals übernahmen danach zwar das Kommando, allerdings zunächst ohne zählbaren Erfolg. Im Gegenteil, Mike Ouellette erhöhte in der 26. Minute sogar auf 2:0 für die Grazer.

Doch die Wiener kämpften sich zurück ins Spiel. Eine Undiszipliniertheit von Markus Peintner ermöglichte der Mannschaft von Kevin Gaudet ein Überzahlspiel, das Corry Larose zum Anschlusstreffer nützte (33.). Im nächsten Powerplay schlugen die Caps gleich wieder zu, Liga-Toptorschütze Francois Fortier gelang der Ausgleich (39.). Mit seinem zweiten Treffer brachte Larose in der 53. Minute die Caps in Führung, Rafael Rotter fixierte mit einem Treffer ins leere Tor den Sieg (60.).

Villacher SV - Black Wings Linz 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)
Der VSV hat mit einem 3:0-Erfolg und dem ersten "Shutout" in dieser Saison über die Linzer Black Wings einen gelungenen Start ins Viertelfinal-Play-off hingelegt. Die Villacher dominierten das erste Spiel der "Best-of-seven"-Serie vor eigenem Publikum über weite Strecken und schüttelten vorerst den Status als Lieblingsgegner der Oberösterreicher ab: In den vergangenen beiden Saisonen waren die "Adler" jeweils im Viertelfinale gegen die Black Wings aus dem Bewerb geflogen, in der aktuellen Saison war man den Linzern zuletzt vier Mal in Serie unterlegen.

Nach einem engagierten Beginn von Purdie und Co., allerdings ohne echte Chance für die Gäste, kamen die Hausherren besser ins Spiel. Joshua Langfeld stellte schließlich mit einem Schuss aus knappem Winkel auf 1:0 (11.) - unter tatkräftiger Mithilfe von Linz-Goalie Alex Westlund, der sein kurzes Eck sträflich vernachlässigt hatte. Der nächste Schock ereilte die Black Wings 22 Sekunden vor der ersten Pause: Benjamin Petrik erhöhte nach schönem Zuspiel von Kevin Mitchell auf 2:0.

Die spritzigen Villacher dominierten in einer weiter sehr schnellen Partie auch das zweite Drittel. Angesichts eines halben Dutzends guter Chancen hatte Linz Glück, nicht weiter in Rückstand zu geraten. Auch im Schlussdrittel hatten die Linzer dem beherzten Spiel der Sieger nichts entgegenzusetzen. Michael Raffl machte mit dem 3:0 (58.) schließlich die sechste Auswärtsniederlage der Black Wings en suite perfekt machte.

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(Bild: KMM)



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