"Der Kader der Admira ist um eine Spur besser besetzt als jener der Altacher, außerdem haben die Südstädter den Rivalen im einzigen Duell noch zu Gast", ist Österreichs Jahrhundert-Fußballer Prohaska, der als Plus der Vorarlberger deren Heimkulisse nannte, überzeugt. Das Duo dürfe sich aber nicht ausrasten, denn es gebe noch genügend Vereine, die ihm Punkte wegnehmen könnten.
"Wir werden alles daransetzen, um vorne zu bleiben. Die Altacher sind sehr stark und besitzen viel Potenzial. Beide Mannschaften könnten in der Bundesliga mitspielen", meinte Admira-Coach Didi Kühbauer. Zwar dürfe man Austria Lustenau nicht vergessen, aber er glaube nicht, dass das führende Duo solche Schwächephasen bekommen könnte, die andere ausnützen. Mit Stürmer Froylan Ledezma und U21-Team-Mittelfeldspieler Stefan Schwab hat der Admira-Trainer seinen Kader weiter verstärkt.
"Wer weniger Umfaller hat, wird Meister"
Anno 2009 (SC Wiener Neustadt) und 2010 (Wacker Innsbruck) brachten die Winterkönige ihren Vorsprung letztlich auch ins Ziel. Das sollte für die Admira ein gutes Omen sein, hat sie doch im Herbst jeweils elf Punkte mehr als die Niederösterreicher und die Tiroler geholt. Stichwort Herbst: Auch der Verfolger hat etwas ins neue Jahr mitgenommen. "Wir waren da schon neun Zähler hinten, da hatte auch niemand gedacht, dass wir das noch aufholen", erinnerte sich Altach-Geschäftsführer Christoph Längle.
Die Vorarlberger, die im Vorjahr knapp am Abstieg vorbeischrammten, haben dadurch viel Kraft und Zuversicht ins neue Jahr mitgenommen. "Wir sind bereit, die Mannschaft ist gereift, es wird bis zur letzten Runde spannend", sagte Längle. Coach Adi Hütter ("Wer weniger Umfaller hat, wird Meister") hat mit Yeray Ortega, David Jelenko (beide Mittelfeld), Rahman Soyudogru (Sturm) und Thorsten Schick (Abwehr) mehr neue Spieler als gedacht bekommen.
Vienna kämpft mit "neuer" Elf ums Überleben
Am Tabellenende sprach Prohaska Schlusslicht Vienna Mut zu. "Bei der Drei-Punkte-Regel sind sieben Zähler auf den rettenden achten Platz nicht die Welt", sagte der Wiener. Den nimmt derzeit der FC Gratkorn, der Freitag-Gegner von Admira, ein. Neunter, der am Ende Relegation spielt, ist momentan der TSV Hartberg. Für drei, vier Teams werde es unter Umständen noch schwierig werden, so Prohaska.
Wiens einziger Vertreter in der zweiten Profi-Liga will seine Rote Laterne in den restlichen 15 Runden loswerden. "Klassenerhalt, wenigstens Neunter werden", heißt das von Vienna-Coach Alfred Tatar ausgegebene Saisonziel. Um es zu erreichen, haben die Döblinger im Winter aufgerüstet. "Ernst Dospel und der Slowene Erdzan Beciri bilden ein gutes Tandem in der Innenverteidigung und davor soll der Serbe Marjan Markovic mit Champions-League-Erfahrung agieren", hoffte der Trainer.
Die Schwachstellen in der Defensive sollten damit ausgeräumt sein. Ohne diese Zugänge, wäre man chancenlos gewesen, so Tatar, dessen Truppe vier Punkte Rückstand auf den Vorletzten Hartberg aufweist.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.