30.07.2021 11:01 |

Nach Kritik an Gesetz

Ungarn-Ministerin: „Hamilton teilt Fake-News“

Ungarns Justizministerin Judit Varga meldete sich nach Lewis Hamiltons Protest gegen das umstrittene ungarische „Pädophilie-Gesetz“ zu Wort. Der Weltmeister kritisierte das Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt. Hamilton verbreite „Fake News“ und solle sich lieber mit dem Formel-1-Fahren beschäftigen, schrieb die Politikerin. 

„Ich habe traurig gesehen, dass Lewis Hamilton sich auch dem Lager der internationalen Fake-News-Fabrikanten anschließt und unser Kinderschutz-Gesetz angreift“, schrieb die Justizministerin von Viktor Orban.

Wie krone.at bereits berichtete, protestierten sowohl Lewis Hamilton als auch Sebastian Vettel mit bunten Schuhen gegen das umstrittene Gesetz. Hamilton tat seinen Unmut auch via Social Media kund: „Es ist inakzeptabel, feige und irreleitend für die Machthaber, ein solches Gesetz vorzuschlagen (...) Ich fordere die Menschen in Ungarn auf, beim bevorstehenden Referendum abzustimmen, um die Rechte der LGBTQ+-Gemeinschaft zu schützen. Sie brauchen unsere Unterstützung mehr denn je“, erklärte F1-Champion Hamilton am Donnerstag. „Jeder verdient die Freiheit, er selbst zu sein, egal wen er liebt oder wie er sich identifiziert.“ Liebe werde immer gewinnen, schrieb Hamilton auf Instagram.

Judit Varga reagierte ebenfalls in den sozialen Medien: Ihrer Meinung nach gehe der Schutz der ungarischen Kinder nur die ungarischen Eltern etwas an, ausländische Rennfahrer betreffe das nicht. “Ich schlage Lewis Hamilton vor, er soll das ungarische Kinderschutzgesetz lesen. Der Schuster soll bei seinen Leisten bleiben und ein F1-Pilot beim Rennfahren“, so Varga.

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