22.07.2021 11:12 |

Med-Uni Innsbruck

Run auf das Medizin-Studium: „Impfen unerlässlich“

2748 junge Frauen und Männer kamen am Mittwoch zum Aufnahmetest fürs Medizin-Studium in Innsbruck. Der Sicherheitsaufwand und die Kosten für die Durchführung des Tests waren enorm. Vize-Rektor Peter Loidl appelliert an die Bewerber: „Studieren nur mit Impfung!“

Vier Standorte, neun Hallen, mehr als 500 Helfer und fast 1 Million Euro Kosten! Der organisatorische und finanzielle Aufwand für den Aufnahmetest der Medizin-Uni Innsbruck war heuer enorm. Nicht minder groß der Ansturm an Studienwerbern für Human- und Zahnmedizin: Insgesamt 3900 (davon 2500 Frauen) wurden zum Test eingeladen, 2748 kamen und ritterten um einen der begehrten 400 Studienplätze.

Selbsttest war nicht gültig
Bevor es um naturwissenschaftliches Verständnis, kognitive Fähigkeiten und soziale Kompetenzen ging, ging es beim Einlass um die 3-G-Regel. „Schon im Vorjahr haben wir unter erschwerten Bedingungen einen Testtag ohne Corona-Fälle abgewickelt. Wir sind auch heuer zuversichtlich“, verwies Vize-Rektor Peter Loidl zum Auftakt auf ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept. Für den einen oder anderen Bewerber blieb die Tür dennoch verschlossen. Loidl schildert, dass trotz mehrmaliger Information nicht jeder begriffen habe, „dass ein Selbsttest nicht gilt.“

„Medizin ist online einfach nicht erlernbar“
An allen österreichischen Medizin-Unis fand der Aufnahmetest gleichzeitig statt. „Da das Frequency-Festival abgesagt wurde, ist es – wie schon im Vorjahr – die größte Sommerveranstaltung“, meinte Loidl mit einem Augenzwinkern. Ernst wurde der Vize-Rektor beim Blick auf das kommende Studienjahr: „Medizin ist online nicht erlernbar, es braucht die Nähe zum Menschen.“ Loidl hofft auf einen Normalbetrieb im Herbst. Wichtige Voraussetzung sei die Impfung. „Eigentlich kann ich, ohne geimpft zu sein, gar nicht erst Medizin studieren“, macht Loidl deutlich. Doch er ist zuversichtlich: Derzeit seien bereits 80 Prozent der Studierenden durchgeimpft.

Quote garantiert mehr Plätze für Österreicher
Zum 16. Mal wurde heuer ein Aufnahmetest durchgeführt. „Der Großteil der Bewerber stammt aus Deutschland, diesmal rund 1900“, nannte Organisatorin Martina Heidegger eine entscheidende Kennzahl. Dass dennoch mehr Österreicher in Innsbruck studieren, ist der „Österreicher-Quote“ von 75 Prozent geschuldet. Bei der Zahnmedizin ist die Quote mittlerweile gefallen. Die Auswirkungen sind dramatisch. Der Großteil der Studierenden kommt aus Deutschland - und wandert nach der Ausbildung wieder ab. 

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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