07.02.2011 07:37 |

Steelers unterlegen

Die Green Bay Packers holen sich den Super Bowl

Grün-gelbe Glücksgefühle im Wilden Westen: Die Green Bay Packers sind zum vierten Mal Super-Bowl-Champion. Das Team aus Wisconsin besiegte am Sonntagabend im 45. Finale der NFL im Cowboys Stadium in Arlington Rekordmeister Pittsburgh Steelers 31:25. Matchwinner für die mit rund 100.000 Einwohnern kleinste Stadt mit einem NFL-Team war Quarterback Aaron Rodgers, der nach drei erfolgreichen Touchdown-Pässen zum wertvollsten Spieler gewählt wurde.

"Die Vince-Lombardi-Trophy kommt endlich nach Hause", frohlockte Packers-Trainer Mike McCarty im Konfetti-Regen mit dem Pokal in seiner Hand. Lombardi war in den 1960er Jahren Green Bays Erfolgstrainer gewesen und hatte den Verein unter anderem zu zwei Super-Bowl-Triumphen in den beiden ersten NFL-Endspielen 1967 und 1968 geführt. Nach seinem Krebstod im Jahr 1970 wurde die Meister-Trophäe nach ihm benannt und 1997 unter dem neuen Namen von Green Bay bereits einmal gewonnen.

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Zittern bis zum Schluss
Hatten die Packers bei ihren bisherigen drei Super-Bowl-Siegen die Endspiele stets klar dominiert, mussten sie diesmal bis zum Schluss zittern. Denn 51 Sekunden vor dem Ende hatte Pittsburgh noch alle Chancen auf den dritten Titelgewinn seit 2006 und insgesamt siebenten. Als dann jedoch beim Stand von 31:25 für die Packers ein Pass von Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger nicht einen Mitspieler erreichte und Green Bay in Ballbesitz kam, war die Entscheidung gefallen.

Die Packers-Spieler liefen jubelnd aufs Feld, ihre Fans unter den knapp 105.000 Zuschauern sprangen vor lauter Begeisterung von ihren Sitzen auf. "Wir haben den Super Bowl gewonnen, ein Traum ist wahr geworden, davon habe ich schon als Kind geträumt", lautete die erste Reaktion von Quarterback Rodgers, der mit seinen Mannen die erste Hälfte klar diktiert hatte.

Packers zeitweise 18 Punkte voran
Nach einem perfekten Touchdown-Pass von Rodgers auf Jordy Nelson und einem weiteren Touchdown von Packers-Safety Nick Collins, der einen Wurf von Roethlisberger abgefangen hatte, führte Green Bay nach dem ersten Viertel bereits 14:0. Im zweiten Viertel bauten die Packers ihre Führung nach einem Touchdown von Greg Jennings kurzfristig sogar auf 21:3 aus. Erst knapp vor der Pause verkürzten die Steelers nach einem Touchdown von Hines Yard auf 10:21.

Nach dem Seitenwechsel war Pittsburgh am Drücker, während den Packers nach vorne nur noch wenig gelang. Trotzdem ließ der leichte Außenseiter, für den im Schlussviertel ein weiteres Mal Jennings mit einem Touchdown und Kicker Mason Crosby mit einem 23-Yard-Field-Goal scorten, die Steelers nie näher als auf drei Zähler (28:25) herankommen. Für die Pittsburgh-Touchdowns in Hälfte zwei sorgten Rashard Mendenhall und Mike Wallace.

Enorme Promi-Dichte auf den Rängen
Unter den Zuschauern im Cowboys-Stadium waren auch viele Prominente wie der ehemalige US-Präsident George W. Bush oder die Schauspieler Michael Douglas, Harrison Ford, Ashton Kutcher und Demi Moore. In der Halbzeitpause hatten die Black Eyed Peas mit einer Musik- und Lasershow das Publikum begeistert. Der vierfachen Grammy-Gewinnerin Christina Aguilera unterlief dagegen ein peinlicher Fauxpas, als sie vor Beginn des Endspiels die US-Hymne mit einer falschen Textzeile zum Besten gab.

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