19.06.2021 10:19 |

Heuer nur 3000 Gäste

Sommernachtskonzert läutete Post-Corona-Zeit ein

Dem Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker am Freitagabend konnten heuer Pandemie-bedingt nur 3000 geladene Gäste beiwohnen - dennoch wurde das Klassik-Event im Schlosspark von Schönbrunn dank TV-Übertragung gleichsam das sommerliche Musikfest zum Ausklingen der Corona-Pandemie. Die Ohren der Zuhörer wurden unter dem Motto „Fernweh“ auf eine Weltreise mitgenommen.

Normalerweise erfreut sich das Event an rund 100.000 Besuchern - trotz der verringerten Gästeanzahl wurde beim Programm nicht zurückgesteckt. Ein Teil der begehrten Sitzplätze ging dabei an Menschen, die „an vorderster Front im medizinischen Bereich“ oder in der Elementarpädagogik" tätig waren und Partner, die das Freiluftkonzert möglich machten - sozusagen als ein musikalisches Dankeschön.

Solist war der deutsche Starpianist Igor Levit, der sich mit seinen Hauskonzerten während der Corona-Zeit zu so etwas wie dem Sprachrohr der Klassik im Lockdown entwickelt hatte. Mit dem Bravourstück der „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“ von Rachmaninow läutete Levit nun also auch die postcoronale Zeit ein - gemeinsam mit den Philharmonikern unter Daniel Harding.

Politik-Prominenz aus dem In- und dem Ausland
Auch viele Politiker ließen sich die Veranstaltung nicht entgehen: So wurden neben Kanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, Verkehrsministerin Leonore Gewessler und Alt-Bundespräsidenten Heinz Fischer auch einige hochrangige Gäste aus dem Ausland empfangen: Der kosovarische Premier Albin Kurti, der Premierminister von Nordmazedonien, Zoran Zaev und der montenegrinische Ministerpräsident Zdravko Krivokapic ließen sich die Darbietung der Wiener Philharmoniker ebenfalls nicht entgehen.

Das übergreifende Motto lautete dabei leicht melancholisch „Fernweh“, was als Klammer für einen breiten thematischen Bogen diente, unter dem Jazziges wie Bernsteins „Westside Story“, flirrendes Gesäusel wie Debussys „Prélude à l‘après-midi d‘un faune“ oder ein tänzerisch etwas überbetonter Holst‘scher „Jupiter" Platz fanden. Ein Abend für viele Geschmäcker also.

Für das Auge wurde ein Bühnendekor in Art-dèco-Reminiszenz und eine Lichtorgel geboten, die zu den meistbeschäftigten Instrumenten des Abends gehörte. Der Sommer kann also kommen.

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