07.06.2021 14:26 |

„Größtes Abenteuer“

Jeff Bezos will mit seinem Bruder ins All fliegen

Jeff Bezos höchstpersönlich wird am 20. Juli zum ersten bemannten Raumflug des von ihm gegründeten Weltraumunternehmens Blue Origin aufbrechen. Ebenfalls mit an Bord neben dem Gewinner einer noch laufenden Online-Auktion soll sein Bruder sein, wie Bezos am Montag via Instagram mitteilte.

Seitdem ich fünf Jahre alt bin, träume ich davon, ins Weltall zu reisen. Am 20. Juli werde ich diese Reise mit meinem Bruder antreten. Das größte Abenteuer, mit meinem besten Freund“, so Bezos in seinem Posting, das er mit dem offiziellen lateinischen Firmenmotto von Blue Origin versah: Gradatim Ferociter - was so viel bedeutet wie „Schritt für Schritt, aber fest entschlossen“.

Völlig schwerelos
Bei dem ersten bemannten Flug am 20. Juli soll die „New Shepard“ genannte Rakete mit Astronauten-Kapsel auf eine Höhe von etwas mehr als 100 Kilometern an den Rand des Weltraums fliegen, sodass die Insassen die Erdkrümmung sehen und Schwerelosigkeit erleben können. Der Booster und die Kapsel werden dann getrennt landen, wobei die Kapsel mithilfe von Fallschirmen in der Wüste von West Texas landen soll.

Neben Bezos und seinem Bruder soll an dem rund zehnminütigen Flug auch der Gewinner einer noch bis zum 12. Juni laufenden Online-Versteigerung teilnehmen. Das Höchstgebot liegt aktuell bei 2,8 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 2,3 Millionen Euro. „Dieser Sitz wird verändern, wie du die Welt siehst“, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

„Große Sache“ für Bezos
Du siehst die Erde aus dem Weltraum und sie verändert dich. Es verändert deine Beziehung zu diesem Planeten, zur Menschheit. Es ist eine Erde“, sagt Bezos. „Ich möchte diesen Flug machen, weil es das ist, was ich mein ganzes Leben lang machen wollte. Es ist ein Abenteuer. Es ist eine große Sache für mich.“

Bezos hatte Blue Origin vor rund 20 Jahren gegründet. Mitte April hatte die Firma die „New Shepard“ zuletzt getestet. Dabei erreichte die Rakete eine Höhe von rund 105 Kilometern, bevor sie zur Erde zurückkehrte. Erstmals probten dabei auch Mitarbeiter der Firma vor dem Start und nach der Landung einige Aufgaben von Astronauten, der eigentliche Testflug blieb aber unbemannt.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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