Einst im Nachwuchs

Herzog zu Admira: Eine Rückkehr mit Verspätung

Was Ex-Sportdirektor Ernst Baumeister im Vorjahr nicht finalisieren durfte, ist nun perfekt: Andi Herzog wird bei der Admira, wo er einst als Spieler im Nachwuchs begann, erstmals als Klubtrainer arbeiten Während die Fans von „Gate 2“ gestern auf der Tribüne mit vier riesigen Transparenten ihren Unmut über das wilde Treiben von Hauptsponsor Flyeralarm äußerten, machte Admiras Klubführung im Büro der Südstadt Nägel mit Köpfen: Andi Herzog wird die Südstädter als Trainer in die kommende Saison führen.

Für den 52-Jährigen eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Mit 15 hatte er den Nachwuchs vor den Toren Wiens verlassen, um über Rapid seine große internationale Karriere zu starten. Vater Anton ist Teil der Admira-Jahrhundert-Elf, Herzogs Söhne spielen aktuell in der Talenteschmiede. Und es ist eine Rückkehr mit Verspätung: Ex-Sportdirektor Ernst Baumeister wollte Herzog bereits im Vorjahr holen, Felix Magath hielt aber an Zvonimir Soldo fest. War nicht sein einziger Fehler.

Dass Präsident Thonhauser gestern ankündigte, mit Herzog würde man den Fokus in erster Linie auf den Nachwuchs setzen, klang gefährlich. Es bedarf sicher auch einiger Führungsspieler, um konkurrenzfähig zu sein - Leitner, Kerschbaum, Datkovic haben etwa noch laufende Verträge, zahlreiche andere laufen aus. Auf Neo-Sportdirektor Marcel Ketelaer wartet viel Arbeit.

Herzog kämpferisch
Herzog selbst, für den die Admira die erste Station als Klubtrainer ist, gibt sich kämpferisch: „Der Verein steht für exzellente Nachwuchsarbeit, Leidenschaft und Energie - wir wollen für Alarm in der Liga sorgen!“ Wohl eine Frage der Finanzen. Laut Geschäftsführer Drabek muss der Kader billiger werden, der gefeuerte Sportdirektor Wohlfahrt und Ex-Trainer Buric bleiben auf der Gehaltsliste . . .

Hannes Steiner, Kronen Zeitung

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