17.05.2021 13:26 |

Betretungsverbote

Polizeieinsätze nach Attacken auf Ex-Freundinnen

Einsätze wegen häuslicher Gewalt am Sonntag in Wien: Im Bezirk Brigittenau musste sich die Exekutive gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung verschaffen, aus deren Inneren laute Schreie einer Frau drangen. Diese war von ihrem Ex-Freund mit einem Messer attackiert und verletzt worden. Im Bezirk Margareten ging ein weiterer Mann ebenfalls auf seine Ex-Lebensgefährtin los. Er schlug, würgte und bedrohte sie. Die WEGA nahm den alkoholisierten Verdächtigen fest.

Gegen 13.15 Uhr wurden Beamte zu einer Wohnung in Brigittenau gerufen. Da ihnen die Türe nicht geöffnet wurde, sie jedoch Schreie einer Frau hörten, verschafften sich die Polizisten Zutritt zu den Räumlichkeiten. Augenblicke danach wurden die Beamten Zeugen einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen einem mit einem Messer bewaffneten Mann und einer Frau.

Angreifer überwältigt und festgenommen
Die Polizisten konnten den 37 Jahre alten slowakischen Staatsbürger überwältigen und festnehmen. Das ein Jahr jüngere Opfer hatte eine Schnittverletzung erlitten und wurde nach der Erstversorgung durch die Berufsrettung ins Krankenhaus gebracht, ein weiterer Zeuge ebenfalls - er hatte beim Versuch, der Frau zu Hilfe zu kommen, ebenfalls leichte Verletzungen davongetragen. „Die Polizisten stellten die Tatwaffe sicher und sprachen gegen den Mann ein Betretungs- und Annäherungsverbot aus“, hieß es seitens der Wiener Polizei.

Gegen 18.30 Uhr musste die Exekutive im Bezirk Margareten einen stark alkoholisierten Verdächtigen in einer Wohnung festnehmen. Der 51-jährige Österreicher hatte zuvor seine Ex-Freundin im Alter von 45 Jahren geschlagen, gewürgt und auch mit dem Umbringen bedroht. Dem Opfer gelang es jedoch aus der Wohnung zu flüchten und Alarm zu schlagen.

Mit Pfefferspray in der Hand Tür geöffnet
Der mutmaßliche Täter öffnete den Beamten die Tür, allerdings mit einem Pfefferspray in Händen. Mit Unterstützung der WEGA wurde der Verdächtige festgenommen. In der Wohnung stießen die Polizisten zudem auf ein Luftdruckgewehr sowie zwei CO2-Schreckschusswaffen samt Munition. Die Waffen wurden sichergestellt, gegen den 51-Jährigen ebenfalls ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.

Sowohl der mutmaßliche Angreifer als auch sein Opfer wurden leicht verletzt, hieß es.

Einmal mehr verwies die Wiener Polizei Opfer von Gewalt auf den Notruf 133. Auch der 24-Stunden Frauennotruf (01/71719) und der Frauenhaus-Notruf des Vereins Wiener Frauenhäuser (05/7722) sind rund um die Uhr besetzt. Das Landeskriminalamt Wien, Kriminalprävention, bietet zusätzlich Beratungen unter der Hotline 0800/216346 an.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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