08.05.2021 06:01 |

Zugriff in Ungarn

Frauen in Salzburg zur Prostitution gezwungen

Geködert, eingesperrt und mit Prügeln zu Sex mit unzähligen Männern gezwungen - mindestens vier junge Mädchen sollen in einer Wohnung in der Salzburger Innenstadt ein regelrechtes Martyrium durchlebt haben. Nun klickten für zwei mutmaßliche Menschenhändler in Ungarn durch Spezialeinheiten die Handschellen.

Schwerst bewaffnet rückten ungarische Sondereinheiten gleichzeitig aus - die Verdächtigen Zoltan B. und Tibor G. wussten nicht, wie ihnen geschieht, als der lange Arm des rot-weiß-roten Gesetzes in ihren eigenen vier Wänden zuschlug. Basierend auf einem Festnahmeantrag aus Salzburg.

Die schwerwiegenden Vorwürfe: körperliche und psychische Gewaltausübung, Freiheitsentziehung und sexuelle Ausbeutung. Demnach soll das Duo (noch vor Corona) rund ein halbes Jahr mindestens vier Frauen in einer Salzburger Wohnung eingesperrt, geschlagen und zur Prostitution gezwungen haben.

Beweismaterial sichergestellt
Die Ungarinnen waren auf die Lügengeschichten der Verdächtigen über ein schönes Leben in Österreich samt Job mit gutem Gehalt hereingefallen. Alle persönlichen Papiere und Handys wurden den Opfern weggenommen - wie auch die Einnahmen für ihre Dienste. Mit diesem Geld führten Zoltan B. und Tibor G. ein Luxusleben in der Heimat. Wo die Polizei bei den Razzien auch zahlreiches Beweismaterial sicherstellte.

Der Prozess wird dem Duo laut Behörden wohl in Ungarn gemacht werden.

Klaus Loibnegger
Klaus Loibnegger
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