Nach üblen Jagd-Szenen

Schalke trainiert nur noch unter Polizeischutz

Die schlimmen Jagd-Szenen von Fans auf Schalke-Spieler in der Nacht auf Mittwoch wirken noch nach. Der deutsche Bundesligist, der am Dienstag den Abstieg verkraften musste, trainiert ab sofort nur noch unter Polizeischutz.

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„Wir werden unter erhöhter Aufmerksamkeit trainieren“, wird Sportboss Peter Knäbel von der deutschen „Bild“-Zeitung zitiert. Neben der erhöhten Polizeipräsenz wird auch das eigene Security-Team verstärkt.

Am Mittwoch und Donnerstag waren die Trainingseinheiten abgesagt worden, ob die Spieler am heutigen Freitag auf den Platz zurückkehren, ist noch offen. Da das Spiel gegen Hertha BSC am Wochenende abgesagt wurde, könnte der Klub noch etwas zuwarten.

Am Donnerstag sprach Team-Manager und Klub-Legende Gerald Asamoha erstmals über die dramatischen Szenen am Tag zuvor. „Mir geht‘s immer noch nicht gut. Ich habe zwei Bilder im Kopf. Wie ein Mitarbeiter auf dem Boden liegt und getreten wird. Und die Angst in den Augen von Mike Büskens.“ Co-Trainer Büskens war von Fans vor dem Stadion attackiert worden, genauso wie Coach Dimitrios Grammozis.

Nach dem durch das 0:1 bei Arminia Bielefeld am Dienstag besiegelten Abstieg waren Spieler und Staff bei der Rückkehr nach Gelsenkirchen von Hunderten Anhängern attackiert worden. Es kam zu schlimmen Jagdszenen, Fahrzeuge von Spielern wurden demoliert, Mittelfeldspieler Suat Serdar wurde von den sogenannten Fans sogar bis zu seinem Haus verfolgt.

Der Klub hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass bei einem „Austausch zwischen Profi-Mannschaft und Fangruppierungen Grenzen überschritten“ worden seien. „Bei allem verständlichen Frust und aller nachvollziehbaren Wut über den Abstieg in die 2. Bundesliga: Der Verein wird es niemals akzeptieren, wenn die körperliche Unversehrtheit seiner Spieler und Mitarbeiter gefährdet wird. Genau das ist in der vergangenen Nacht aber durch die Handlungen von Einzelpersonen geschehen“, hieß es von Klub-Seite.

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