21.04.2021 09:52 |

Auto-Zukunft

Österreicher glauben an vernetztes Fahren

Die internationalen IT- und Kfz-Giganten kooperieren schon zahlreich und stark, um die automobile Zukunft in eine vernetzte zu bringen. Sprachsteuerung, „intelligente“ Assistenten und Internetfunktionen gehören bei vielen Neuwagen bereits zur Serienausstattung. Unter den Autofreunden glaubt daher in Österreich schon mehr als die Hälfte (56 Prozent) daran, dass das vernetzte Fahren die Zukunft des Automobils darstellt.

Das geht aus einer Umfrage des Portals Autoscout24 hervor. Demnach gibt es allerdings wie so oft im Leben auch hier kein Für ohne Wider: Ebenso mehr als der Hälfte der Befragten (53 Prozent) fällt es schwer, die Vorteile der neuen technischen Möglichkeiten für sich und das eigene Auto zu erkennen. Trotzdem würden relativ viele - ein Drittel (33 Prozent) - dafür tiefer in die Tasche greifen und mehr für ein Fahrzeug bezahlen, wenn dieses Extras zum vernetzten Fahren enthält.

Wird gezielt nach einem Neuwagen Ausschau gehalten, ist das Interesse an vernetzten Systemen allerdings deutlich höher. Wer also ein neues Fahrzeug kaufen möchte, erwartet, dass der Stand der Technik „state of the art“ ist - gerade auch beim vernetzten Fahren.

Infotainment vor Sicherheit
Schaut man sich genauer an, um was es den Österreichern bei den Autos der Zukunft geht, so führt das sogenannte Infotainment (Unterhaltung & Information) noch vor Sicherheitssystemen. In Österreich stehen für 52 Prozent Infotainment-Systeme, gefolgt von aktiven Sicherheitssystemen wie etwa automatischen Notfall-Bremsungen und Abstandsregler-Tempomaten ganz oben auf der Prioritätenliste. Fahrerassistenzsysteme kommen mit 40 Prozent auf den dritten Platz. International schaut es ähnlich aus. Dabei sind Infotainment-Systeme in allen Ländern am wichtigsten - außer in Italien. Hier stehen die Sicherheitssysteme an der Spitze.

Bedenken wegen Datenschutz
Datenschutz ist aus Sicht der befragten Österreicher das heikelste Thema beim vernetzten Fahren. 65 Prozent haben hier Bedenken. In Europa sind es bei den Belgiern sogar 70 Prozent und bei den Deutschen 68 Prozent. Sie sagen: „Ich habe starke Bedenken aufgrund der Weitergabe von Daten bei vernetzten Autos.“

Dennoch würde ein Gros der Befragten seine Fahrzeugdaten trotzdem teilen, wenn es dafür entsprechend smarte Zusatzdienste bekäme. So sind in Belgien 61 und in Italien 57 Prozent dazu bereit, Informationen weiterzugeben, Österreich liegt mit 52 Prozent im Mittelfeld. Befragte in den Niederlanden und in Deutschland sind mit rund 46 Prozent vergleichsweise am wenigsten dazu bereit, ihre Daten zu teilen - auch wenn sie dafür vernetzte Zusatzdienste bekämen.

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