08.04.2021 13:54 |

Tierschutz Austria

Giftköder: 5000 Euro für Hinweise auf Tierhasser

Angst herrscht - wie berichtet - unter Hundehaltern in Wien und Niederösterreich. In jüngerer Vergangenheit wurden von Unbekannten immer wieder Giftköder ausgelegt. Mehrere Hunde verendeten bereits. Nachdem kürzlich auf Facebook eine Privat-Initiative ein „Kopfgeld“ auf den Tierhasser ausgesetzt hatte, wurde nun auch seitens des Tierschutz Austria eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise auf den Täter ausgelobt.

Sowohl in Teilen Wiens als auch in Teilen Niederösterreichs waren Giftköder entdeckt worden - laut Angaben des Tierschutz Austria, kurz TSA, dürfte es sich dabei um „ein hochwirksames Kontaktgift handeln“. So reiche offenbar alleine Schlecken oder Schnüffeln an den Ködern aus, um die Vierbeiner zu vergiften. Polizei und Staatsanwaltschaft sind bereits involviert, die Suche nach den Tätern läuft auf Hochtouren.

5000 Euro für Hinweise
Um den Einsatzkräften unter die Arme zu greifen, habe sich der TSA nun dazu entschlossen, eine Belohnung für Hinweise auf die Tierhasser auszusetzen, hieß es via Aussendung. 5000 Euro wurden für Hinweise ausgelobt, die zur Ausforschung der Täter führen. „Wir leiten seriöse Hinweise dann anonymisiert an die Polizei weiter, aber so, dass wir im Fall der Ausforschung wissen, von wem der Hinweis stammt“, erklärte Vereinspräsidentin Madeleine Petrovic.

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Wir leiten seriöse Hinweise dann anonymisiert an die Polizei weiter, aber so, dass wir im Fall der Ausforschung wissen, von wem der Hinweis stammt.

Vereinspräsidentin Madeleine Petrovic

„Wir nehmen das deshalb mit dem Quellenschutz so ernst, weil unter den Personen, die eventuell Wahrnehmungen gemacht haben, auch Leute sein können, die Angst um ihre eigenen Haustiere haben und vielleicht Racheakte befürchten. So können wir diesen Menschen garantieren, dass sie keine Furcht haben müssen“, so Petrovic.

„Alles andere kann lebensgefährlich sein“
Betont wurde auch, dass das Geld für die Belohnung aus einem eigens für diesen Zweck eingerichteten Spendentopf komme, keinesfalls damit Spendengelder für die Tiere im Tierschutzhaus Vösendorf geschmälert würden. Außerdem erging noch einmal eine Warnung an alle Hundebesitzer: „So leid es uns tut, aber im Moment ist es wirklich besser, Hunde vor allem in Hietzing an kurzer Leine führen. Alles andere kann lebensgefährlich sein“, so Petrovic.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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