30.03.2021 12:21 |

3 Menschen angesteckt

Quarantäne gebrochen: Zwei Jahre für Vietnamesen

Ein Flugbegleiter ist in Vietnam wegen des Brechens der Corona-Quarantäneregeln zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein Gericht in Ho-Chi-Minh-Stadt sah es im Prozess als erwiesen an, dass der 29-Jährige der „Verbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten“ schuldig ist. Er habe mindestens drei Menschen angesteckt und sei für die Testung weiterer 2000 Personen verantwortlich gewesen, habe somit auch einen finanziellen Aufwand von 170.000 Euro verursacht.

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Der Mann, der für die nationale Fluggesellschaft Vietnam Airlines tätig war, habe sich nach einer Landung aus Japan und zwei negativen Corona-Tests nicht an die strenge 14-tägige Quarantänepflicht gehalten und stattdessen 46 Menschen unter anderem in einem Restaurant und einem Englischkurs getroffen.

Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt
Als der Flugbegleiter Ende November dann doch positiv getestet wurde, habe er bereits mindestens drei Menschen mit dem Virus angesteckt, hieß es. Aus einem Polizeibericht ging hervor, dass anschließend etwa 2000 Menschen getestet und unter Quarantäne gestellt werden mussten. Dies allein habe knapp 200.000 Dollar (umgerechnet 170.000 Euro) gekostet. Da der Angeklagte keine Vorstrafen hatte, wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

Vietnam mit seinen rund 96 Millionen Einwohnern ist bisher dank extrem strikter Maßnahmen sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. Bis Dienstag wurden nur knapp 2.600 Infektionsfälle verzeichnet, 35 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Quelle: APA/dpa

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