Cluster in OÖ

Kindergarten von Virus fast völlig leergefegt

„Die vierte Klasse ist komplett in Quarantäne, die erste Klasse teilweise“, schildert Hans Kronberger das Ausmaß eines Corona-Clusters in der Volksschule und im Kindergarten in Kirchham im oberösterreichischen Bezirk Gmunden. Der Kindergarten ist leer. Insgesamt steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle in Schulen wieder an, auch weil jetzt viel mehr getestet wird.

Corona schlägt wieder zu, Kirchham macht gerade eine Infektionswelle durch, zwei Schulklassen sind in Quarantäne. Der Kindergarten ist praktisch leer, hat nur noch Notbetrieb. Auch der Kindergartenbus fährt diese Woche nicht mehr – „alle sollen zu Hause bleiben, bis sich die Situation entspannt“, sagt Bürgermeister Hans Kronberger. Insgesamt sind eine Kindergartenpädagogin und acht ihrer Schützlinge betroffen.

Auch drei Lehrer befinden sich derzeit in Quarantäne. In den betroffenen Klassen werden PCR-Tests durchgeführt, auch die Eltern machen mit. So will man die Situation in den Griff bekommen. Mit der Ursache hält Kronberger nicht hinterm Berg: „Reiserückkehrer, die nicht in Quarantäne mussten.“

„Haben es genau überprüft“
Laut Auskunft von Alois Lanz, Bezirkshauptmann von Gmunden, stimmt das: „Es gibt Ausnahmen von der Quarantäne, etwa wenn ein besonders berücksichtigungswürdiger familiärer Grund vorliegt. Das war in diesem Fall so, wir haben es genau geprüft.“ Eine zweite Fall-Häufung gibt es in der Linzer Karlhofschule. Hier sind neun Kinder einer 4. Klasse und drei Pädagogen erkrankt. Die Klasse ist in Quarantäne, alle Schüler machten gestern PCR-Tests.

Mehr Tests sind positiv
Generell zeigt sich im Bildungsbereich ein Anstieg, der aber auch mit der strengen Testung in den Schulen zusammenhängt. In der ersten Schulwoche waren 38 Schüler und 5 Lehrer positiv, in der zweiten schon 87 Schüler und 31 Lehrer. Aktuell sind in Oberösterreich 173 Schulstandorte vom Coronavirus betroffen – 274 Schüler, 29 Lehrer sowie drei Personen im Schulumfeld wurden positiv getestet. Weitere Cluster gebe es laut Bildungsdirektion aber nicht.

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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Freitag, 16. April 2021
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