25.01.2021 13:13 |

„Schutzpaket nötig“

AK fordert Verlängerung der Kreditstundungen

In Anbetracht der Ende Jänner auslaufenden Kreditstundungen fordert die Arbeiterkammer eine Verlängerung der Regelung bis Ende Juni. Vielen Menschen mache die Corona-Krise nach wie vor große finanzielle Schwierigkeiten, so die AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic. Als zusätzliche Schutzmaßnahmen für Bankkunden will die AK einen Zinsstopp bei Stundungen sowie eine Deckelung bei den Überziehungszinsen.

„Zusätzlich zur Verlängerung der Stundungen ist ein rasches, umfassendes Schutzpaket nötig. Der ,Schutzschirm‘ für BankkundInnen soll schon während der Stundung gelten“, so Zgubic laut einer Aussendung am Montag. Im Rahmen dieses Schutzschirmes soll der Gesetzgeber klarstellen, dass während der Stundung keine Zinsen anfallen.

„Institute sollen auf Verzugszinsen und Mahnspesen verzichten“
Die Banken sollen überdies den Kunden entgegenkommen und maßgeschneiderte Lösungen für Zahlungserleichterungen anbieten. Weiters will die AK, dass bei einer Kontoüberziehung maximal fünf Prozent Zinsen verlangt werden und auf Kürzungen des Überziehungsrahmens verzichtet wird. Nach dem Auslaufen des Kreditstundungsrechts sollen die Institute zudem auf Verzugszinsen und Mahnspesen verzichten. Auch Kredite sollen nicht abrupt gekündigt und keine Fälligstellungen von Kontoüberziehungsrahmen veranlasst werden, schrieb die AK.

Vonseiten der Bankenbranche beschwichtigte Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und betonte die Bereitschaft der Banken zu maßgeschneiderten Lösungen für die Kunden: „Auch nach Auslaufen des gesetzlichen Moratoriums unterstützen die österreichischen Banken ihre Kreditnehmer im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Möglichkeiten und werden alles daran setzen, mit ihren Kunden individuelle Lösungen zu finden,“ so Rudorfer.

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