Grüne stark, NEOS drin

St. Pölten: SPÖ verteidigt Absolute, FPÖ stürzt ab

Die Gemeinderatswahl in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten am Sonntag hat keine allzu großen Überraschungen gebracht. Wie erwartet konnte die SPÖ (trotz leichter Verluste) ihre absolute Mehrheit klar verteidigen. Bürgermeister Matthias Stadler (siehe Interview mit der „Krone“ oben) darf sich also über eine weitere Amtszeit freuen. ÖVP und Grüne legten zu, die FPÖ musste dagegen ein kräftiges Minus hinnehmen. Die NEOS schafften erstmals den Einzug ins Rathaus.

Platz zwei holte die ÖVP. Die FPÖ stürzte dagegen in die Einstelligkeit ab. Immerhin konnten die Freiheitlichen gerade noch Platz drei vor den Grünen retten, die ihrerseits ordentlich dazugewinnen konnten. Die KPÖ schaffte den Einzug in den Gemeinderat nicht. Die Wahlbeteiligung betrug 56 Prozent und war damit niedriger als 2016 (63,62 Prozent).

Grafik: So hat St. Pölten gewählt

Die künftige Mandatsverteilung im 42-köpfigen Gemeinderat im Detail: SPÖ 25 Mandate (-1), ÖVP 10 (+1), FPÖ 3 (-3), Grüne 3 (+2), NEOS 1 (+1). Im Stadtsenat stellt die SPÖ wie bisher acht Vertreter, die ÖVP ebenfalls unverändert drei. Die FPÖ muss einen ihrer bisher zwei Sitze an die Grünen abgeben.

Stadler „sehr zufrieden“
SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler in einer Reaktion gegenüber der „Krone“: „Wir halten die größte absolute Mehrheit und sind damit sehr zufrieden.“

ÖVP-Vize: „Ein Mandat dazugewonnen“
ÖVP-Vizebürgermeister Matthias Adl freute sich, ein Mandat dazugewonnen zu haben.

FPÖ: „Hätte schlimmer kommen können“
Finstere Mienen dagegen bei der FPÖ: „Es war ein schwieriger Wahlkampf. Wir haben gewusst, dass es schwierig werden wird. Es hätte aber schlimmer kommen können“, sagte Spitzenkandidat Klaus Otzelberger.

Grüne-Spitzenkandidatin „überwältigt“
Christina Engel-Unterberger, Spitzenkandidatin der Grünen: „Ich bin überwältigt. Wir freuen uns über das historisch beste Ergebnis und haben auf die richtigen Themen gesetzt!“

NEOS-Spitzenkandidat Niko Formanek: „Wir haben den Einzug geschafft und sind damit sehr zufrieden. Da möchte ich alleine im Gemeinderat ansetzen.“

46.621 Wahlberechtigte
46.621 Bewohner waren wahlberechtigt. Abgegeben wurden 26.090 Stimmen. Von den 25.795 „gültigen“ entfielen 14.455 auf die SPÖ, 5863 auf die ÖVP, 2298 auf die FPÖ, 2067 auf die Grünen und 824 auf die NEOS. Erstmals seit der Wahl 2006 schafften wieder fünf Parteien den Einzug ins St. Pöltener Rathaus. Die KPÖ, die nach 20 Jahren wieder und als KPÖ plus - offene Liste angetreten war, kam auf 288 Stimmen.

Mikl-Leitner gratulierte allen Parteien
Niederösterreichs Landeshauptfrau Johann Mikl-Leitner sprach allen Parteien ihren Respekt aus: „Die Herausforderungen politischer Verantwortungsträger in unserer Landeshauptstadt sind vielfältig und umfangreich. Als Landeshauptfrau ist es mir ein besonderes Anliegen, dass sich unsere Landeshauptstadt weiterhin gut und gesund weiterentwickelt.“

Bundes-SPÖ: „Sozialdemokratische Kernthemen in Krisenzeiten wichtig“
SPÖ-Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner und SPÖ-Bundesgeschäfsführer Christian Deutsch werteten das Ergebnis als „eindeutige Bestätigung für die ausgezeichnete Arbeit von Matthias Stadler, der mit sozialdemokratischen Kernthemen - wie zum Beispiel Investitionen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen - gepunktet hat“. Das starke Votum zeige, dass sozialdemokratische Kernthemen in Krisenzeiten besonders wichtig seien.

Kronen Zeitung/krone.at

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