22.01.2021 14:17 |

Premiere für Feuz

Kitzbühel: Mayer bei wildem Chaos-Rennen am Podest

Nur ein Husarenritt von Beat Feuz hat die Titelverteidigung von Matthias Mayer in Kitzbühel verhindert: Der Kärntner (+0,16 Sekunden) musste sich am Freitag bei der ersten von zwei Abfahrten nur dem pfeilschnellen Schweizer, der seinen ersten Erfolg in der Gamsstadt holte, geschlagen geben. Auf Rang drei landete der Südtiroler Dominik Paris (+0,56). Der starke Wind und die Stürze von Urs Kryenbühl und Ryan Cochran-Siegle sorgten für zahlreiche Unterbrechungen und ein Chaos-Rennen. Dieses wurde nach 30 Läufern schließlich abgebrochen.

„Ich bin mit meiner Fahrt sehr zufrieden. Es war eine extreme Steigerung vom Training auf heute“, jubelte Mayer im Ziel. „16 Hundertstel ist eine knappe Partie, natürlich kann man die überall suchen!“

Vincent Kriechmayr (+1,62), der Schnellste des Trainings am Donnerstag, erwischte keine optimale Fahrt. „Ich bin grade ein bisserl sprachlos. Der Rückstand war schon eine Watschn“, so der Oberösterreicher. Die Enttäuschung war groß: „Damit habe ich nicht gerechnet. Da muss ich ja irgendwo bei einer Jausenstation hingefahren sein - sonst gibt es das nicht.“

Franz scheidet aus
Max Franz schied mit einem Torfehler aus. „Es war blöd - ich bin eng reingefahren und habe den Druck nicht standgehalten.“ Otmar Striedinger (+1,88), Hannes Reichelt (+2,24) und Daniel Danklmaier (+2,47) verloren viel Zeit.

Wilde Stürze
Für Schrecksekunden sorgten der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle sowie der Schweizer Urs Kryenbühl, die an verschiedenen Stellen im Schlussabschnitt der Streif schwer zu Sturz kamen. Beide wurden mit dem Hubschrauber von der Strecke transportiert. Kryenbühl hatte bei seinem Zielsprung einen hohen Luftstand, bekam dann Übergewicht nach vorne und prallte mit Oberkörper und Kopf auf den Boden. Laut ersten Informationen war er kurz danach ansprechbar. Nun folgen Untersuchungen im Spital.

Cochran-Siegle erwischte die Einfahrt in das steil weghängende Gelände vor dem Zielhang nicht optimal und kam zu Fall. Er riss dabei das Sicherheitsnetz aus der Verankerung und zerstörte es. Laut Jury-Funk habe der 28-Jährige vor seinem Abtransport über nur leichte Schmerzen berichtet.

Hier der Endstand:

Zweieinhalb Stunden nach dem Beginn um 11.30 Uhr waren erst 23 Läufer gestartet. Schon weit nach Mittag wurde auch die Sicht immer schlechter, Athleten mit hinteren Startnummern hatten nicht mehr wirklich eine Chance. Dann kam der Abbruch.

Am Samstag gibt’s die nächste Abfahrt in Kitzbühel - natürlich wieder live im sportkrone.at-Ticker! Einen Tag später, am Sonntag, folgt dann der Super-G in der Gamsstadt.

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