05.01.2021 13:40 |

„Raus aus der Stadt“

Ab ins Grüne! Wohnen am Stadtrand gefragt wie nie

Durch die Coronavirus-Pandemie zieht es mehr Menschen an den Stadtrand oder ins Grüne. Allerdings gebe es Probleme mit der Leistbarkeit, weil Banken mehr Eigenkapital verlangen und wegen der hohen Arbeitslosen- und Kurzarbeitszahlen restriktiver mit der Kreditvergabe sind. Vom „Trend hinaus aus der Stadt“ würden Standorte profitieren, die binnen einer halben bis einer Stunde von der Bundes- oder einer Landeshauptstadt aus erreichbar sind.

So sei etwa bei Jungfamilien die Nachfrage nach Wohnen rund um die Ballungsräume und in den immer breiter werdenden Speckgürteln groß - es falle ihnen aber immer schwerer, ein leistbares Grundstück oder Einfamilienhaus zu erstehen, so RE/MAX-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer.

Kreditvergabe mit Hindernissen
Es gebe mittlerweile nachweisbar viele Kunden, die jetzt Probleme hätten, Kredite zu bekommen, obwohl sie vor Corona sehr wohl solche Finanzierungen erhalten hätten, so Reikersdorfer. Das betreffe etwa Menschen aus Haushalten, in denen ein Familienmitglied arbeitslos oder in Kurzarbeit bzw. in einer der Problembereiche wie der Reisebranche tätig ist.

Ob der starke Trend „raus aus der Stadt“ nach der Pandemie vorbei sei, lasse sich sehr schwer prognostizieren - es könnte sich aber rasch wieder auf ein normales Niveau einpendeln. Dass Wohnen mit einem Garten, einem Balkon, einer Terrasse besonders gefragt sei, habe sich schon nach dem ersten Lockdown von Frühjahr 2020 gezeigt.

Wochenendhäuser erleben Renaissance
2021 wird bei Eigentums- und Mietwohnungen in besten Lagen der Nachfragedruck etwas nachlassen, dafür wird Wohnen am Stadtrand oder rund um Metropolen noch stärker gefragt sein als in den letzten Jahren, ergab die im Dezember bundesweit bei 560 ExpertInnen des Consulters durchgeführte Befragung. Für Wohnobjekte in Einzellagen, meist Häuser ohne direkte Nachbarn, sieht man die Preise erneut merklich steigen, ebenso die Nachfrage nach Einfamilienhäusern. Bei Wochenendhäusern erlebt der Markt eine Renaissance.

Immo-Käufe 2020 erreichten beinahe Rekordwert
Auf Rang eins bei der Nachfrage und der Preisentwicklung, aber nur auf dem letzten Angebots-Rang aller Kategorien, liegen laut RE/MAX auch heuer unangefochten Baugrundstücke. Am heimischen Gesamtmarkt dürfte die Zahl der Immo-Käufe 2020 mit 135.000 fast an den Rekordwert von 2019 (138.690) herangereicht haben, vermuten die Fachleute von RE/MAX.

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