Spürbare Teuerung

Immobilienpreise und Mieten zogen 2019 stark an

Wohnkrone News
01.07.2020 15:35

Im Vorjahr lagen die Preiserhöhungen in sämtlichen Immobilienkategorien neuerlich deutlich über der generellen österreichischen Inflation, die im Jahresdurchschnitt 2019 lediglich 1,5 Prozent betrug (2018: zwei Prozent). Die Mieten für neuwertige Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt, die nicht der Deckelung des Mietrechtsgesetzes (MRG) unterliegen, gingen wieder spürbar in die Höhe. Sie stiegen um drei Prozent auf 7,89 Euro netto pro Quadratmeter und damit doppelt so stark wie die allgemeine Teuerung.

Die Preise für Immobilien haben im abgelaufenen Jahr wieder spürbar angezogen. „Bei Baugrundstücken haben wir jetzt die größte Bewegung nach oben, mit plus sechs Prozent, feststellen können“, berichtete der Obmann des Fachverbands der Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer (WKÖ), Georg Edlauer, der zugleich auch betonte, dass die „Investitionsbereitschaft in Wohnimmobilien sehr stark zugenommen“ habe und aus heutiger Sicht „ungebrochen“ sei.

Quadratmeterpreise bei Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Baugrundstücken nach Bundesländern 2019 (Bild: APA)
Quadratmeterpreise bei Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Baugrundstücken nach Bundesländern 2019

Auch werde sich die Spreu vom Weizen trennen. Die Preise für „die miesen, schlecht gelegenen Wohnimmobilien werden voraussichtlich doch nachgeben, die hochwertigen in sehr guten Lagen aus heutiger Sicht nicht“. In den ganz hochpreisigen Segmenten sieht er „nur eine Seitwärtsbewegung“.

Gebrauchte und neue Eigentumswohnungen teurer
Der Kauf von gebrauchten Eigentumswohnungen verteuerte sich 2019 gegenüber dem Jahr davor im österreichweiten Schnitt um 3,9 Prozent auf 1760,57 Euro pro Quadratmeter. Für neue Eigentumswohnungen waren um 2,39 Prozent mehr zu zahlen (2770,78 Euro pro Quadratmeter).

(Bild: ©Andrey Popov - stock.adobe.com)

Gesucht: Wohnung mit Zimmer fürs Home-Office
„Wohnungen ohne Außenfläche sind derzeit nicht gefragt, sehr wohl aber das weitere Zimmer für das Home-Office“, berichtete der Obmann-Stellvertreter des WKÖ-Fachverbandes Michael Pisecky. Investoren würden verstärkt die kleinen Wohnungen kaufen. Teleworking und die Toleranz der größeren Distanz würden dafür sorgen, dass die Leute weiter draußen wohnen. „Ich glaube, der Trend zu den Ballungsgebieten wird nachlassen, nicht mehr so stark wachsen.“

In Österreich wechselten 2019 rund 20.500 Baugrundstücke, 50.000 Eigentumswohnungen und circa 30.000 bebaute Liegenschaften den Eigentümer. Den größten Zuwachs bei den Transaktionen verzeichneten die Steiermark und das Burgenland, dicht gefolgt von Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten.

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