31.12.2020 10:56 |

„Mysteriöse Krankheit“

Vor einem Jahr wurden erste Corona-Fälle bekannt

Vor genau einem Jahr, am 31. Dezember 2019, hat China die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die ersten Corona-Infektionen informiert. „Mysteriöse Krankheit in China entdeckt“, titelten deutschsprachige Agenturen noch recht vorsichtig. Ausgangspunkt war die Millionenmetropole Wuhan in der Provinz Hubei, wo bei mehreren Dutzend Menschen eine Atemwegserkrankung festgestellt wurde. Am 7. Jänner wurde der heute als SARS-CoV-2 bekannte Erreger isoliert, am 12. Jänner veröffentliche China dessen Gensequenz.

Die städtische Gesundheitskommission in Wuhan berichtete damals, dass viele der Infektionen auf einen Besuch eines Großmarkts, auf dem exotische Tiere lebend verkauft werden, zurückgeführt werden konnten. Die Erkrankten seien in Quarantäne untergebracht worden, ihre Angehörigen würden medizinisch überwacht, wurde am 31. Dezember 2019 berichtet.

„Mysteriöse Lungenkrankheit“
Die APA berichtete an diesem Tag (auf Basis einer dpa-Meldung) von einer „mysteriösen Lungenkrankheit“, die in Zentralchina ausgebrochen ist. Das Parteiorgan „Volkszeitung“ zitierte damals Experten, dass die Ursache gegenwärtig noch unklar sei. Es könne jedoch nicht gefolgert werden, dass es sich um den SARS-Virus handle, schrieb das Blatt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch oder eine Infektion des medizinischen Personals sei noch nicht entdeckt worden, meldeten die Behörden.

Erste Ansteckungen reichten bis 8. Dezember 2019 zurück
Die ersten Ansteckungen, die die WHO nachträglich als Corona-Infektionen einstufte, reichen bis zum 8. Dezember 2019 zurück. Seitdem hat sich der Erreger rasant ausgebreitet. Mittlerweile gehen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass Fledermäuse die ursprünglichen Wirte der Coronaviren waren. Ungeklärt ist aber, welches Tier bei der Übertragung auf den Menschen zum Mittler wurde.

Mittlerweile 82 Millionen Infektionen weltweit
Weltweit wurden mittlerweile rund 82 Millionen Infektionen nachgewiesen, mehr als 1,79 Millionen Infizierte starben. Die Pandemie und die Gegenmaßnahmen beeinträchtigen in aller Welt das Leben der Menschen und die Wirtschaft. In China selbst wurde das Virus mit strikten Maßnahmen wie der Abriegelung ganzer Städte und Massentests weitgehend unter Kontrolle gebracht.

WHO im Jänner in China auf Corona-Spurensuche
Ein internationales Forscherteam der WHO will im Jänner in China den Ursprüngen der Coronavirus-Pandemie auf den Grund gehen. Es gehe nicht darum, Schuldige zu finden, sondern darum zu verstehen, „was geschehen ist, um die zukünftigen Risiken zu verringern“, sagte Fabian Leendertz vom deutschen Robert-Koch-Institut (RKI). 

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