29.12.2020 08:06 |

Vorerst keine Impfung

Nächste Spritzen lassen auf sich warten

Mit den ersten 96 Impfdosen wurde am Sonntag ein symbolischer Auftakt zelebriert. Der eigentliche Impf-Start steht aber erst Mitte Jänner an. Denn erst dann werden mit der zweiten Teilimpfung die ersten Spritzen voll wirksam und dann steht auch erst eine größere Tranche des Wirkstoffes bereit. Jetzt heißt es Abwarten.

Der EU-weite Start der Corona-Impfungen wurde medial zur großen Polit-Show. Die Inszenierung wollten man sich auch in Österreich nicht nehmen lassen, weshalb schließlich auch die Bundesländer zum Auftakt ein paar Spritzen bekamen. Von einer Durchimpfung der Bevölkerung wie in Israel sind wir damit freilich noch weit entfernt. Das liegt vor allem an der gemeinsamen Beschaffungsstrategie der EU und ihrem strengen Zulassungsverfahren. Die EU-Kommission gab erst am 21. Dezember grünes Licht für das Serum von Biontech/Pfizer.

Knapp ein Prozent der Ration ging an Salzburg
Am 26. Dezember wurden die ersten Dosen an die Mitgliedsländer ausgeliefert: Auf Österreich entfielen 10.000 Stück, 96 davon bekam ein Salzburger Seniorenwohnhaus. Das ist knapp ein Prozent der Österreich-Menge und wurde vom Bund zugeteilt. „Eine symbolische Menge, die gleich verimpft werden konnte“, heißt es aus dem Büro von Gesundheitsreferent Christian Stöckl. Am 12. Jänner wird die erste große Tranche für Salzburg erwartet – laut Bevölkerungsschlüssel 65.000 Impfdosen für Spitäler, Gesundheits-, Senioren- und Betreuungseinrichtungen. Eine Woche später ist auch die zweite Teilimpfung im Seniorenwohnhaus Liefering fällig. „Das weitere Vorgehen ist von der verfügbaren Menge an Impfstoff abhängig.“ Das Land Salzburg sei an die Strategie und die Lieferungen des Bundes gebunden.

In den Spitälern und Seniorenheimen laufen bereits die Vorbereitungen. Der Arbeitsmedizinische Dienst in den Salzburger Landeskliniken startet eine Bedarfserhebung. Auch die fünf weiteren Seniorenwohnhäuser der Stadt Salzburg rüsten sich für die bevorstehenden Impfungen. „In Liefering haben alle die Impfungen gut vertragen, es gab keine Nebenwirkungen. Nur eine Mitarbeiterin hat leichtes Fieber“, erklärt der Leiter der städtischen Seniorenwohnhäuser, Christoph Baumgärtner. Er hofft im Jänner auf eine höhere Beteiligung. „Bei den Mitarbeitern ist noch Luft nach oben. Wir starten daher mit Aufklärungsarbeit und Info-Veranstaltungen ins neue Jahr.“

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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