Alarm vom Betriebsrat:

Gravierende Personalnöte in Landespflegezentren

Spannend wird, Mittwoch, 16. Dezember, die Aufsichtsratssitzung der Gesundheitsholding des Landes, geht es doch ums Budget für 2021 und die Finanzplanung bis 2025, beides vor dem Hintergrund gravierenden Personalmangels in manchen Bereichen.

Wie zum Beispiel in den Landespflege- und -betreuungszentren (LPBZ), wo Betriebsratschef Erwin Bock (von denr FCG, also ÖVP-Gewerkschafter) erneut einen Hilferuf an fachliche und politische Entscheidungsträger (von LH Thomas Stelzer, ÖVP, Landesrätin Birgit Gerstorfer, SPÖ, und Holdingchef Franz Harnoncourt abwärts) geschrieben hat: „Ich wende mich an Sie, in der Erwartung, dass schnellstens Maßnahmen gesetzt werden, um die Personalsituation in unseren Zentren zu verbessern!“

Qualität sinkt, Belastung nimmt zu
Durch ein von Geschäftsführer Harald Geck (offenbar ein Landesmanager, der handelt) in Auftrag gegebenes Restrukturierungskonzept sei, so Bock, „nun auch schwarz auf weiß belegt, was unsere Bediensteten im Arbeitsleben täglich spüren. Nämlich, dass die Qualität in der Pflege und Betreuung in den letzten Jahren massiv abgenommen und die Belastung (der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) zugenommen hat“. Daher die Forderung des Zentralbetriebsrats der LPBZ: Eine Aufstockung des Budgets für die Finanzierung von „zumindest einmal zusätzlich 15 Dienstposten ab 2021“.

Gibt’s Verbesserungen oder nicht?
Womit wir wieder bei den Aufsichtsräten wären. In dem des Kepler Uniklinikums KUK haben vorige Woche drei Belegschaftsvertreter und ein weiteres Mitglied gegen das Budget 2021 und die mittelfristige Finanzplanung 2021 - 25 gestimmt. Die Frage ist nun, was Mittwoch im Aufsichtsrat der Gesundheitsholding die (VP-nahe) Personalvertretung tut, wenn aus den Finanzplänen dort keine ausreichende Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Beschäftigten hevorgeht, eher - auch nach der Pandemie - weitere Belastung.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Sonntag, 17. Jänner 2021
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