Villarreal wartet

Salzburgs Gegner „nicht ideal, aber interessant“

Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg trifft in der K.-o.-Runde der Europa League auf einen alten Bekannten. Der spanische Vertreter Villarreal wurde bereits in der Saison 2014/15 in derselben Turnierphase zum Stolperstein, wieder fünf Jahre davor setzten sich die „Bullen“ in der Gruppenphase allerdings zweimal gegen das „Gelbe Uboot“ durch. „Es ist nicht der ideale Gegner für uns, aber sicher interessant“, lautete das Urteil von Salzburg-Coach Jesse Marsch.

Das „Hirn“ von Villarreal steht an der Seitenlinie. Trainer Unai Emery ist quasi ein Erfolgsgarant im Bewerb, mit dem FC Sevilla wurde er in der Europa League von 2014 bis 2016 zum dreifachen Seriengewinner. Nach Engagements bei Paris Saint-Germain (1 x Meister, 2 x Cupsieger) und Arsenal wechselte der 49-jährige Spanier in diesem Sommer zu Villarreal.

Aktuell liegt man auf Rang vier, vier Punkte hinter Leader Real Sociedad. Seit dem Wiederaufstieg 2012/13 landete der Klub in sieben Saisonen sechsmal in den Top-Sechs, 2019/20 schloss man als Fünfter ab. Auf die erste Meisterschaft wartet der 1923 gegründete Verein aber noch.

International konnte Villarreal 2005/06 das Halbfinale der Champions League erreichen, in der EL bzw. im UEFA-Cup stand der Verein 2004, 2011 und 2016 jeweils unter den Top vier. Zweimal machte Villarreal in Europa auch Bekanntschaft mit den Salzburgern. 2:0 (heim) und 1:0 (auswärts) lauteten im Herbst 2009 die Ergebnisse der „Bullen“ in den Begegnungen der Gruppenphase, an deren Ende der Poolsieg stand.

Fünf Jahre danach war aber mit zwei Niederlagen (1:2/a, 1:3/h) im Sechzehntelfinale Endstation gegen die Spanier. 2015/16 und 2018/19 versuchte sich Rapid in der EL-Gruppenphase an Villarreal. Die Wiener holten dabei immerhin einen 2:1-Heimerfolg und ein 0:0-Remis.

„Für mich ist es ein fußballerisch starker Gegner mit einem Trainer, der viel Erfahrung in der Europa League hat“, meinte Marsch, der sich für das „relativ knappe“ Duell auch einiges ausrechnet. „Ein Vorteil für uns ist, dass wir letztes Jahr vor dem Spiel gegen Frankfurt (Aus im Sechzehntelfinale, Anm.) nur zwei oder drei Spiele hatten. Heuer fünf oder sechs. Das ist ein Vorteil in der Vorbereitung“, befand der Amerikaner.

„Die technische Qualität von La Liga ist sehr hoch. Das kann gut für unseren Pressingfußball sein. Aber es ist auch eine große Herausforderung. Wenn wir nicht gut im Pressing und Gegenpressing sind, können wir viel Ärger in die andere Richtung bekommen. Wir müssen von unserer Erfahrung in der Europa League letztes Jahr lernen.“

Innenverteidiger Andre Ramalho wirkte wie Andreas Ulmer und Andreas Walke als einziger des aktuellen Kaders bei den Niederlagen 2015 aufseiten der Salzburger mit, mit Bayer Leverkusen schied er ein Jahr später im EL-Achtelfinale gegen Villarreal aus. „Spanische Mannschaften sind immer bekannt für viel Ballbesitz. Es wird sehr schwer, aber wir werden den Gegner genau analysieren und unsere Erfahrung mit in die Partie nehmen“, betonte der Brasilianer. „Wir wollen unbedingt weiterkommen, das ist unser Ziel, und das muss so sein.“

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Montag, 20. September 2021
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